Handel mit Rauschgift soll 100.000 Euro gebracht haben

Drogenprozess: Hauptzeuge verwickelt sich in Widersprüche

Werra-Meißner. Wegen Handelns mit Rauschgift mussten sich am Dienstag zwei Männer (33 und 27 Jahre) aus dem Werra-Meißner-Kreis vor dem Amtsgericht Eschwege verantworten.

Sie sollen bis Mitte 2013 durch Waren wie Haschisch, Marihuana und Amphetamine 100.000 Euro eingenommen haben.

Geklärt werden konnte das aber nicht: Die Angeklagten verweigerten ihre Aussagen, und der Hauptzeuge verstrickte sich bei mehreren Aussagen in Widersprüche. Die gilt es jetzt zu klären.

Im Frühjahr des kommenden Jahres soll deshalb ein neuer Prozess Klarheit über den Ablauf der Drogengeschäfte bringen: Die haben zwischen den Angeklagten und dem 24-jährigen Hauptzeugen laut seinen Aussage gegenüber der Polizei und der Anklageschrift im Herbst 2011 begonnen – was der junge Mann am Dienstag jedoch revidierte und den Herbst 2012 angab.

Auch bei der Menge des gehandelten Rauschgiftes konnte der Hauptzeuge, der einen Teil der Drogen selbst konsumiert hat, keine genauen Angaben machen. Während er im Gerichtssaal angab, über das Jahr hinweg gut 8,4 Kilogramm Betäubungsmittel erhalten zu haben, will er einem seiner Abnehmer im gleichen Zeitraum schon zwölf Kilo Rauschgift verkauft haben. „Das haben sie zumindest gegenüber der Polizei angegeben“, bemerkte einer der beiden Verteidiger.

Welche Angaben jetzt näher an der Wahrheit liegen, soll bis zum nächsten Prozess im Frühjahr geklärt werden. In Verhandlungen mit den Abnehmern des 24-Jährigen will der seine Angaben auch schon revidiert haben, was von der Staatsanwaltschaft, dem vorsitzenden Richter und den Anwälten der Angeklagten jetzt überprüft wird. Zudem soll eine von dem 24-Jährigen möglich geführte Liste darüber Aufschluss geben, wie viele Drogen er tatsächlich weiterverkauft hat.

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