ASV Eschwege

Aus Leidenschaft: 35-jähriger Alex Tschirlich angelt schon seit 31 Jahren

Er ist Angler aus Leidenschaft: Der 35 Jahre alte Alex Tschirlich, Vorsitzender des Angelsportvereins Eschwege, angelt schon seit 31 Jahren.
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Er ist Angler aus Leidenschaft: Der 35 Jahre alte Alex Tschirlich, Vorsitzender des Angelsportvereins Eschwege, angelt schon seit 31 Jahren.

Alex Tschirlich ist der Vorsitzende des Eschweger Angelsportvereins. Der 35-Jährige angelt schon fast sein gesamtes Leben lang: Durch seine Adern fließt der Werratalsee.

Eschwege – Angefangen hat alles mit Opa Gerhard, der dem damals vier Jahre alten Alex Tschirlich einfach die Angelrute in die Hand gedrückt hat. „Hier und jetzt lauf ein bisschen ums Wasser“, habe Gerhard Schmidt zu seinem Enkel damals gesagt. Der heute Vorsitzende des Eschweger Angelsportvereins erinnert sich genau an seine Anfänge von vor 31 Jahren. „Mit ihm und einer kleinen Stipprute habe ich meine ersten Rotaugen gefangen.“ Das Angeln steckt Alex Tschirlich in den Genen, Seewasser hat er im Blut.

Aber der kleine Alex hatte damals noch einige Flausen im Kopf, was sich bis heute im Großen und Ganzen nicht wirklich geändert hat, sagt er und lacht. Seinen Opa habe er damit wohl hin und wieder zur inneren Weißglut gebracht, besonders wenn er mal wieder die Angelschnüre verhedderte. „Mein Opa war ein sehr geduldiger Mann.“

Mit 14 Jahren legte er seine Fischereiprüfung ab, von da an durfte er auch ohne seinen Opa und Lehrmeister angeln. Heute ist er Ausbilder bei der Unteren Fischereibehörde und Fischereiaufseher.

Kontakt

Angelsportverein Eschwege, Whatsapp/Tel. 0 56 51/3627; E-Mail: info@angelsportverein-eschwege.de. Alex Tschirlich: alex-tschirlich.de.

Aber was ist eigentlich so faszinierend am Angeln? „Das Abenteuer, die Vielseitigkeit und die Entspannung in der Natur“, antwortet Alex Tschirlich prompt. Dass Angeln nicht nur am Wasser sitzen und warten bedeuten muss, sondern sehr wohl aufregend sein kann, erklärt er gleich im Anschluss: „Ich bin ein aktiver Angler und habe es eher auf Raubfische abgesehen“, sagt er.

Die Technik unterscheidet sich dabei gänzlich zum Ansitzangeln. Denn während man bei dieser gemütlichen Variante auf den Fisch wartet, bevorzugt Alex Tschirlich das sogenannte Spinnfischen. Dabei bewegt er sich am Ufer hin und her, läuft um das Gewässer herum und hat die Rute permanent in der Hand. Immer wieder wirft er dabei den für diese Technik speziellen Köder ins Wasser, lässt ihn kurz absinken und kurbelt die Angelleine wieder ein. Der Köder bewegt sich im Wasser wie ein echter Fisch. „Ich imitiere damit die Beute eines Raubfisches“, verdeutlicht er.

Der 35-Jährige vergleicht die beiden Angeltypen mit Jägern und Sammlern. „Ich bin eher der Jäger.“ Tage, an denen nichts anbeißt, sind eher selten. Am Haken hat der Verwaltungsangestellte unter anderem Barsche, Zander, Welse und Hechte. Zuletzt hat „der Hecht seines Lebens“ im Werratalsee angebissen: Er war etwa 1,35 Meter lang und 20 Kilogramm schwer. Er schätzt ihn auf etwa 20 bis 25 Jahre.

Angelsportverein möchte weitere Menschen für das Fischen begeistern

Aber auch wenn Alex Tschirlich ein typischer Jäger am Wasser ist, so schätzt er auch die Vorzüge des Sitzangelns. Zum Beispiel gemütlich mit den Angelkollegen mit dem Boot rausfahren, am See sitzen und dabei eine schöne Zeit haben.

Neben seiner großen Leidenschaft, dem Angeln, spielt die Familie die Hauptrolle in Alex Tschirlichs Leben. Gemeinsam mit seiner Jugendliebe Julia, mit der er seit 13 Jahren verheiratet ist, hat er einen Sohn und eine Tochter.

Zu Hause in Oberdünzebach kümmert sich der Jugendfußballtrainer zudem um neun Landschildkröten, die er in einem großen Außengehege hält.

Für das Angeln möchte der gelernte Industriekaufmann gerne auch viele andere, vor allem junge Menschen begeistern. „Niemand steht morgens auf und will Angler werden“, weiß er. Interessierten Jugendlichen will der Angelsportverein Eschwege daher den Angelsport näherbringen. Und von einem sind die Angler mehr als überzeugt: „Angeln ist alles andere als langweilig.“ (Von Jessica Sippel)

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