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Eine kleine Oase für alle: Der Sophiengarten feiert 25-jähriges Bestehen

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Von: Tobias Stück

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Eine Oase der Ruhe inmmitten der Innenstadt: Der Sophiengarten wurde 1997 wieder als Bürgergarten aufgebaut. Er ist für jeden jederzeit zugänglich. Das Jubiläum soll jetzt gefeiert werden.
Eine Oase der Ruhe inmitten der Innenstadt: Der Sophiengarten wurde 1997 wieder als Bürgergarten aufgebaut. Er ist für jeden jederzeit zugänglich. Das Jubiläum soll jetzt gefeiert werden. © Kristin Weber

Er ist eine Oase der Ruhe inmitten der Innenstadt: Der Sophiengarten wurde 1997 wieder als Bürgergarten aufgebaut. Das 25-jährige Bestehen wird jetzt groß gefeiert.

Eschwege – Jahrelang lag der einstige Bürgergarten brach. Zum historischen Stadtfest 1997 hatte eine Bürgergruppe um Uta Buchbach genug davon. Die Oase der Ruhe inmitten der Altstadt sollte nicht länger wie Dornröschen und ihr Hofstaat vor sich hinruhen. Im September vor 25 Jahren wurde das Projekt angegangen. Seitdem wurde viel bewegt.

Die Geschichte des Sophiengarten in Eschwege

Die Geschichte des Gartens am südlichen Hang des Schulbergs ist über lange zeit belegt. Im Mittelalter stand hier der Burgsitz – ein befestigtes Haus – der adligen Familien von Keudell und von Eschwege. Nach 1593 im Besitz derer von Eschwege. Im Dreißigjährigen Krieg wurde hier ein Haus zerstört und nicht wieder aufgebaut. So entstand jene Baulücke, die den Blick vom Schulberg über die Dächer der Altstadt erlaubt. Zu unbekannter Zeit ist der Garten an die Besitzer des Hauses Marktplatz 13 übergegangen.

Nach dem Adel kam das vornehme Bürgertum, das den Garten nutzte. Zu Beginn des 20ten Jahrhunderts entstand hinter den dicken Mauern der gepflegte Bürgergarten der Familie Werner. Als Werner’schen Garten kennen viele Eschweger Bürger das Fleckchen Erde noch heute. Im Jahr 1992 wechselten die Eigentümer und die Stadt erwarb die Freifläche, die jahrelang brach lag. Ab 1997 entstand daraus der Eschweger Sophiengarten.

Das Konzept des neuen Bürgergartens in Eschwege

1997 wurde der Gedanke geboren, auf dem städtischen Teil des Grundstücks einen Klostergarten anzulegen. Die Idee des Bürgergartens ist vor allen Dingen Uta Buchbach zu verdanken, die hier tatkräftig Hand anlegte und in Zusammenarbeit mit der Kulturabteilung den Garten gestaltet hat. Morsche Bäume wurden beseitigt, Terrassen wieder angelegt, Wege planiert und geschottert. Dann konnten die ersten Beete mit Kräuterpflanzen angelegt werden.

2004 wurde ein Förderverein zur Pflege und Erhalt des Gartens gegründet. Seitdem wurde der Garten nicht nur erweitert, sondern auch um zahlreiche Elemente vergrößert. In weiteren Arbeitsschritten wurde eine alte schmiedeiserne Gartentür eingebaut, ein altes Gartenhaus versetzt, eine Sitzecke mit altem Steintisch angelegt und als Abgrenzung ein historischer gusseiserner Zaun eingesetzt.

Inzwischen wird er nicht nur zur Erholung, sondern auch für kulturelle Veranstaltungen und Empfänge genutzt. Der Garten ist zu allen Zeiten für Besucher zugänglich. Seit 2012 führt ein neuer seniorenfreundlicher Weg durch den Garten.

Daher hat der Sophiengarten in Eschwege seinen Namen

In Anlehnung an den nahen Sophienplatz und in enger Verbindung zum ehemaligen Kanonissenstift wurde für den Garten 2001 der Name „Sophiengarten“ gewählt, der an die Stiftgründerin Sophia von Gandersheim erinnern soll. Sophia, Tochter der Kaiserin Theophanu, erhielt das Eschweger Königsgut von ihrem jüngeren Bruder und König Otto III. im Jahre 994. Als Gründerin und vermutlich erste Äbtissin des Cyriakusstiftes war sie sozusagen die Mutter der Stadt.

Die Jubiläumsfeier im Eschweger Sophiengarten

Das Jubiläum des Gartens wird an zwei Tagen groß gefeiert: Am Samstag, 11. Juni, treten ab 19 Uhr De Lusejungen mit ihrer Folk-Musik auf. Dazu gibt es Fingerfood aus der internationalen Küche von einer Gruppe der Familienbildungsstätte. Am Sonntag, 12. Juni, findet ab 14 Uhr ein Festakt statt, der durch die Musikschule begleitet wird. Anschließend können sich die Kinder bei verschiedenen Spielen austoben. Außerdem kann man Nistkästen bauen, Blumentöpfe anmalen und Jutesäckchen basteln. Von der Volkshochschule gibt es ein Kunst- und Malangebot. Im benachbarten Stadtmuseum wird es parallel eine Ausstellung von Bildern junger Künstler geben: „Gärten und Parks – wo Menschen sich wohlfühlen“. Ab 16 Uhr treten die Tulpendiebe mit ihrem abwechslungsreichen musikalischen Repertoire auf. Für das leibliche Wohl ist auch am Sonntagnachmittag mit Kaffee und Kuchen gesorgt. Der Eintritt ist an beiden Tagen kostenlos. sophiengarten-eschwege.de

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