Abbau hat schon begonnen

Einsatzbefehl für das Impfzentrum in Eschwege endet heute

Das Impfzentrum in den Hallen des Oberstufengymnasiums in Eschwege: Geimpft wird hier in den kommenden Tagen nicht mehr mit Astrazeneca.
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Das Impfzentrum in den Hallen des Oberstufengymnasiums in Eschwege: Geimpft wird hier in den kommenden Tagen nicht mehr mit Astrazeneca.

Mit dem heutigen Tag endet die kurze Ära des Impfzentrums des Werra-Meißner-Kreises in Eschwege. Sowohl der Landkreis als auch das Deutsche Rote Kreuz (DRK) ziehen ein positives Fazit.

Eschwege – „Das Impfzentrum war eine Erfolgsgeschichte“, sagt Matthias Gebhardt (DRK), der das Unternehmen stellvertretend geleitet hatte.

Zum letzten Mal wurde bereits am vergangenen Freitag geimpft. Bis dahin wurden insgesamt 77 716 Impfungen im Impfzentrum und durch die mobilen Teams verabreicht. 38 783 Erstimpfungen, 37 122 Zweitimpfungen sowie 1811 weitergehende Auffrisch-Impfungen wurden in den beiden Sporthallen am Südring gegeben.

Matthias Gebhardt

„Wir haben fast ausschließlich positive Rückmeldungen bekommen“, berichtet Gebhardt aus dem Alltag. Die DRK-Kreisverbände aus Eschwege und Witzenhausen hatten rund 130 Mitarbeiter gestellt. Dazu kamen Kollegen vom Klinikum Werra-Meißner dazu. Tagsüber waren 60 Mitarbeiter des DRK eingesetzt und 22 Security-Mitarbeiter, nachts sieben Security-Mitarbeiter. „Ich bedanke mich bei allen beteiligten Institutionen und Firmen für diesen gesamtgesellschaftlich sehr wertvollen Einsatz zur Bekämpfung der Corona-Pandemie“, sagt Gesundheitsdezernent und Vize-Landrat Dr. Rainer Wallmann. Bis zum 28. September sind dem Werra-Meißner-Kreis für den Aufbau und den Betrieb des Impfzentrums Kosten von rund 5,9 Millionen Euro entstanden. Die Aufwendungen für die Errichtung und den Betrieb des Impfzentrums werden mit dem Land Hessen abgerechnet, das die Kosten zu 100 Prozent übernimmt. Das wird auch für noch entstehende Kosten der Fall sein.

Eines der ersten Impfzentren in Hessen

Am 23. November 2020 bekam der Werra-Meißner-Kreis den Einsatzbefehl, ein Impfzentrum aufzubauen. Kreisverwaltung, Katastrophenschutz, THW, Klinikum, DRK und verschiedene Bau-Firmen errichten bis Dezember eines der ersten Impfzentren in Hessen. Am 27. Dezember nahmen die mobilen Impfteams ihre Arbeit auf, am 9. Februar 2021 das stationäre Impfzentrum. Geht es nach dem DRK, sollen die mobilen Impfteams ab Oktober weiterarbeiten. ts

Derzeit wird das Impfzentrum Werra-Meißner wieder abgebaut. Die Arbeiten werden wohl bis Mitte Oktober andauern. Schulen und Vereine sollen die beiden Hallen nach den Herbstferien wieder nutzen können. „Eine konkrete Aussage hierzu kann aber erst nach Abbau aller Einrichtungen getroffen werden, da erst dann eventuelle Schäden zu erkennen sind“, sagt Sylvia Weinert, Sprecherin des Landkreises. (Tobias Stück)

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