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Eschwege hat 150.000 Euro zur Verfügung, um beim Blackout reagieren zu können

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Von: Tobias Stück

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Hochspannungsmast mit Schild und Aufschrift Blackout.
Hochspannungsmast mit Schild und Aufschrift Blackout. © Christian Ohde/Imago

Wärmeinseln bei einem möglichen Blackout, die größere Beachtung des Heubergs und Personalien standen auf der Tagesordnung der einstündigen Stadtverordnetenversammlung am Mittwoch.

Eschwege – Darüber haben die Stadtverordneten jetzt beraten.

Blackout

Für den Fall eines möglichen flächendeckenden und lang anhaltenden Stromausfalls (Blackout) hat die Stadtverordnetenversammlung von Eschwege 150 000 Euro zur Verfügung gestellt, um „kurzfristig handlungsfähig zu sein“, wie Bürgermeister Alexander Heppe (CDU) aus den Beratungen im Magistrat berichtete.

Zusammen mit Feuerwehr und Ordnungsverwaltung hatte die Stadtverwaltung Szenarien durchgespielt. Im Falle eines längeren Stromausfalls sollen sogenannte Wärmeinseln in der Kernstadt und den Stadtteilen aufgebaut werden. In erster Linie in den Feuerwachen wird es im Notfall Anlaufpunkte für die Bevölkerung geben. Zu erkennen werden sie an großen Lichtmasten sein. Dort wird es Strom und Wärme geben. „Hier könnte man im Ernstfall auch einen Notruf absetzen.“ Um die Kommunikation aufrechtzuerhalten, wurden für die Rettungskräfte bereits neue Pager angeschafft. Das genaue Konzept und die Verwendung des Geldes wird Heppe in einer Ausschusssitzung vorstellen.

Heuberg

Im Haupt- und Kulturausschuss wird gemeinsam besprochen, wie das Stadtteilbudget in Höhe von 10 000 Euro für den Heuberg eingesetzt werden kann (wir berichteten). Darüber hat sich die Stadtverordnetenversammlung einstimmig verständigt. Alle waren sich einig, dass das Geld für das Quartier bereitgestellt werden sollte. Die genaue Ausgestaltung sollte vor der Einbringung des Haushalts in der Dezember-Sitzung aber noch abgesprochen werden. „Vor Ort weiß man am besten, wo der Schuh drückt“, kommentierte Alexander Wachter (CDU) den Antrag von SPD und Grünen. Knut John (SPD) hatte zuvor erklärt, dass das Geld nicht nur zu einem besseren Miteinander, sondern auch zu einer stärkeren Demokratie führen könne. In die Ausschussberatungen sollen auch der Erneuerungsbeirat und der Trägerverbund mit einbezogen werden. Evelina Tolpina, Vorsitzende des Ausländerbeirats, begrüßte das Bekenntnis der Stadtverordnetenversammlung, den Heuberg in den Fokus zu rücken. Dem Fakt, dass in dem multikulturellen Stadtteil die höchste Quote an Menschen mit Migrationshintergrund leben würde, müsse Rechnung getragen werden.

Personalien

Für die nach sechs Jahren aus dem Stadtparlament ausgeschiedene Leonie Bierent ist der Eschweger Luca Siepmann nachgerückt. Bierent, die aus gesundheitlichen und beruflichen Gründen ihr Mandat niedergelegt hat, dankte für die konstruktive Zusammenarbeit mit allen Fraktionen. In den Reihen des Stadtparlaments wurde Ralf Müller begrüßt, der das Amt des Ortsvorstehers von Oberhone von Ortwin Ludwig übernommen hatte. In den Ausländerbeirat ist Mohammad Al Haj Ali nachgerückt. Jonas Otto wurde in den Personalrat der Eigenbetriebe Wasserversorgung Eschwege und Baubetriebshof gewählt.  (Tobias Stück)

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