Erste Bewohner können im Februar einziehen

Größtes Bauprojekt seit 30 Jahren: 20 Millionen für Wohnungen in Eschwege

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Auf diesem Grundstück entstehen fast 50 Wohnungen: Am Werraufer-Park in Eschwege wurde am Donnerstag Richtfest gefeiert. Dort investiert die ISB Bau- und Projektgesellschaft (Bad Hersfeld) bis zu 20 Millionen Euro.

Das größte private Wohnungsbauprojekt im Werra-Meißner-Kreis seit der Wiedervereinigung nimmt Formen an.

Am Donnerstag wurde für das Wohn- und Geschäftshaus mit elf  Wohneinheiten Richtfest gefeiert. Insgesamt entstehen gegenüber des Eschweger Stadtbahnhofs 47 Neubauwohnungen, die ab Februar beziehbar sein sollen. Ob an gleicher Stelle 36 weitere Wohneinheiten entstehen, wird gerade verhandelt. „Es sieht gut aus“, sagt Investor Ingo Sauer von der ISB Bau- und Projektgesellschaft. Das Investitionsvolumen beläuft sich dann auf rund 20 Millionen Euro.

60 Prozent der 36 Eigentumswohnungen im Werraufer-Park auf dem hinteren Teil des Grundstücks sind bereits verkauft. Die Preise für die zwischen 65 und 169 Quadratmeter großen Zwei- bis Fünf-Zimmer-Eigentumswohnungen liegen zwischen 160 000 und 450 000 Euro (Penthouse). Momentan erfolgt hier der Innenausbau. In dem Wohn- und Geschäftshaus vorne an der Niederhoner Straße werden elf Wohnungen zur Miete angeboten. Im Erdgeschoss wird eine Bäckerei einziehen.

Sowohl Kreisstadt-Bürgermeister Alexander Heppe als auch Landrat Stefan Reuß zeigen sich angetan von der Investition im Bahnhofsumfeld. „Der Werraufer-Park bestätigt, dass Investitionen in unsere Stadt attraktiv sind“, sagt Heppe. Ausschlaggebend für die Investitionen sei der Bau des Bahnhofs gewesen. Der gesamte Bereich habe sich in den vergangenen zehn Jahren sehr gut entwickelt, die öffentlichen Aufträge hätten private Modernisierungen nach sich gezogen. Landrat Reuß schätzt, dass die höherpreisigen Wohnungen für Pendler, die gerne auf dem Land leben möchten, attraktiv seien. Dazu trage vor allem die Nähe des Bahnhofs bei.

„Diese Wohnungen lösen allerdings nicht unsere angespannte Situation auf dem sozialen Wohnungsmarkt“, sagt Reuß. Gerade in Witzenhausen sei die Nachfrage nach kleinen und günstigen Wohnungen durch Studenten und Flüchtlinge hoch. Der soziale Wohnungsbau sei allerdings eine Stadtentwicklungsaufgabe. „Wir als Kreis unterstützen aber die Suche nach Investoren, die sich für den ländlichen Raum interessieren.“

Drei energieeffiziente Gebäude

In dem Wohn- und Geschäftshaus (vorne) werden elf Wohnungen zur Miete angeboten. In den zwei größeren Komplexen stehen 36 Eigentumswohnungen zum Verkauf. Jedes Gebäude ist barrierearm und verfügt über einen Aufzug. Zur Energieeffizienz tragen ein Nahwärmenetz mit Mieterstrommodell durch eine Fotovoltaikanlage, eine energiesparende Massiv-Bauweise, dreifach verglaste Fenster, Fußbodenheizungen und weitere moderne Technik bei.

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