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Eschwege Automobilclub besteht seit 70 Jahren in Eschwege

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Von: Tobias Stück

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Zu den Aufgaben des Vereins gehört neben dem Turniersport, Ausfahrten, Informationsveranstaltungen und Verkehrserziehung auch Ausstellungen mit Old- und Youngtimer – so wie auf unserem Foto auf dem Eschweger Marktplatz.
Zu den Aufgaben des Vereins gehört neben dem Turniersport, Ausfahrten, Informationsveranstaltungen und Verkehrserziehung auch Ausstellungen mit Old- und Youngtimer – so wie auf unserem Foto auf dem Eschweger Marktplatz. © Harald Sagawe

Der AC Eschwege ist der Ortsclub des größten Autofahrerverbands in Deutschland. Der Verein feierte jetzt sein 70-jähriges Bestehen.

Eschwege – Vor 120 Jahren wurde das erste Automobil in Eschwege zugelassen. Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm die Mobilität erkennbar zu. Die Autofahrer organisierten sich. Deswegen wurde 1952 der Automobilclub (AC) Eschwege gegründet, die sich im ADAC organisierten. Jetzt feierte der Club seinen 70. Geburtstag.

Der AC Eschwege ist der Ortsclub des größten Autofahrerverbands in Deutschland. Sie richten neben dem Turniersport auch Ausfahrten, Ausstellungen und zahlreiche Informationsveranstaltungen rund ums Autofahren aus. Der Club hat in der Vergangenheit immer wieder Geschicklichkeitsturniere ausgerichtet und seine Mitglieder zu den Wettbewerben entsandt. Die Geschicklichkeitsturniere des ADAC sind der günstige Einstieg in den Motorsport. Die Veranstaltungen werden mit den privaten Autos gefahren und müssen keine speziellen Anforderungen erfüllen. Mitmachen kann man mit dem Smart genauso wie mit einem Ferrari. „Der Automobil-Turniersport sei die Alternative für Fahrer, die mit ihrem Alltagsfahrzeug sportlich unterwegs sein wollen“, heißt es vonseiten des ADAC.

Seit 1967 hat der AC Eschwege jedes Jahr seinen Vereinsmeister gesucht. Auch bei nationalen Titelkämpfen waren Mitglieder des Eschweger Clubs erfolgreich. Sabine Jentsch, eines der Aushängeschilder des Vereins, wurde nicht nur mehrfach Süddeutsche Meisterin, sondern dreimal – zuletzt 2017 – auch Deutsche Meisterin. Das nächste Automobilturnier findet am Sonntag, 28. August, zusammen mit dem MSC Weißenborn statt.

Das Spektrum des Vereins geht aber über den Motorsport hinaus. Ausfahrten werden organisiert, die Pflege von Old- und Youngtimern sowie deren Ausstellung gehört ebenso zur Aufgabe des Clubs. Für Motorradfahrer gibt es gemeinsame Touren (im Juli und September wieder) und auch Fahrradfahrer werden im AC Eschwege unterstützt. Für Kinder im Alter von sieben bis 14 Jahren wurden beispielsweise Fahrradturniere organisiert. Mit dem Programm „Achtung Auto“ hat wesentlich dazu beigetragen, Schülern vor allem der fünften Jahrgangsstufe, kritische Situationen im alltäglichen Straßenverkehr zu verdeutlichen.

Anlässlich des siebzigjährigen Bestehens lud der Verein seine Mitglieder zu einer Geburtstagsfeier in die Stadthalle ein. Vorsitzender ist derzeit Thomas Bührig, sein Stellvertreter Bernd Vogelei. Um die Kasse kümmert sich Bianca Stiedenroth, um alle sportlichen Aktivitäten Dirk Brock. Jugendleiterin ist Rita Wenzel. Beisitzer sind Günter Asael und Marco Vogelei. In der Stadthalle gab es einen Sektempfang mit kleiner Ansprache durch den Vorsitzenden. Er ließ die letzten Jahre Revue passieren und ehrte in diesem Zusammenhang drei Fahrer des Automobilturniersports für die vergangenen Clubmeistertitel. Es handelt sich hierbei um Sabine Jentsch, Andreas Jentsch und Dirk Brock.

Das 70-jährige Bestehen des AC Eschwege feierten die Mitglieder in der Eschweger Stadthalle.
Das 70-jährige Bestehen des AC Eschwege feierten die Mitglieder in der Eschweger Stadthalle. © AC Eschwege

Im Anschluss richtete Siegfried Fiegenbaum als Vertreter des Magistrates einige Worte an die vierzig Gäste. Seitens der Mitglieder gab es viele positive Äußerungen, dass man sich nach langer Zeit endlich mal wieder treffen und ausführliche Gespräche führen konnte. Vielleicht auch darüber, welches Nummernschild das erste zugelassene Auto 1902 in Eschwege hatte. Nach Informationen des Heimathistorikers Herbert Fritsche führte der Wagen der Brüder Wilhelm und Friedrich Schwendt das Kennzeichen „Eschwege 1“. (Tobias Stück)

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