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Bisher größter Transport: 20.400 Kilo Hilfsgüter für Ukrainer

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Von: Eden Sophie Rimbach

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Mehrere Hundert Kartons, Säcke, Rollstühle, Betten und mehr verladen (von links) Jehad Alwasil, Udo Wenderoth, Khalil Mohammed und Lothar John. Die Hilfsgüter gehen in die Ukraine.
Mehrere Hundert Kartons, Säcke, Rollstühle, Betten und mehr verladen (von links) Jehad Alwasil, Udo Wenderoth, Khalil Mohammed und Lothar John. Die Hilfsgüter gehen in die Ukraine. © EDEN SOPHIE RIMBACH

Der Verein „Eschwege hilft“ sammelt rund 20.400 Kilo Hilfsgüter für die Menschen in der Ukraine - der bislang größte Transport der Vereinsgeschichte

Eschwege – 20.400 Kilo Hilfsgüter hat „Eschwege hilft“ für die Menschen in der Ukraine gesammelt. Beim bisher größten Transport des Vereins werden die Spendengüter nun teilweise in einen Vorort von Kiew gebracht. Ein Lastwagen mit Kapazitäten für bis zu 25 Tonnen steht vor den Räumen von „Eschwege hilft“. Mitglieder des Vereins und weitere Freiwillige beladen ihn.

„Das hat sich gestern erst ergeben“, erklärte Charly Montag, Vorsitzender von „Eschwege hilft“. Am Montagnachmittag hatte der Verein die Nachricht aus der Ukraine erhalten, dass ein Fahrer für den Transport gefunden wurde. Organisiert hatte das die ukrainische „Wohlfahrtsorganisation Freiwillige Vereinigung für Widerstand der Ukraine“. Diese und „Eschwege hilft“ haben vor etwa einem Monat einen Vertrag geschlossen (WR berichtete). Er ermöglicht es, dass ukrainische, männliche Vertragspartner nach Deutschland einreisen und die hier gespendeten Hilfsgüter abholen dürfen. Seitdem sind die Spenden bei „Eschwege hilft“ eingegangen, die der Verein nun der Bestimmung übergab. Hinzukamen bereits zuvor gesammelte Kleidung und Möbel. Auch Ärzte und Apotheken setzten sich für die Aktion ein, da die Versorgungslage in den Kliniken in der Ukraine weiterhin prekär ist. Seniorenheime spendeten unter anderem Betten und Rollstühle, die sie aussortiert haben. Montag erklärt, dass auch beschädigte Betten in der Ukraine gebraucht und dort repariert werden.

Eschwege hilft: Verein sammelt über 20.000 Kilo Spendengüter für Menschen in Ukraine

Der Vorsitzende betont, dass die Spenden direkt dahin gebracht werden, wo sie gebraucht werden. Ein Teil geht an die Menschen, die von den Gräueltaten in Butscha betroffen sind. Im mit hoch gestapelten Kartons gefüllten Lager des Vereins in der Wendischen Mark erklärt eine Helferin, was sich in den Paketen befindet: Medizin, Lebensmittel, Babynahrung, Kleidung, Schlafsäcke, Spielzeug und mehr. Sie ist Vereinsmitglied bei „Eschwege hilft“ und übersetzt auch.

Sie und eine weitere Aktive kommen aus der Ukraine und gehören zu den acht Mitgliedern der Wohlfahrtsorganisation. Über die zweite Frau entstand der Kontakt. Sie steht mit ihrem Mann in der Ukraine in Verbindung und weiß, was gebraucht wird. Vor Beginn des Krieges arbeiteten beide als Bauingenieure im eigenen Büro in Kiew. Freiwillige Helfer in der Nähe findet sie daher leicht. Ähnlich ist das in Eschwege. Kurzfristig sprach Montag Mitglieder des Vereins und der Freiwilligen Feuerwehr Eschwege an. Alles musste zuvor katalogisiert und in den Ladepapieren erfasst werden. Beim Beladen engagierten sich auch Menschen, die aus Syrien geflüchtet sind. Laut Montag stand für sie fest: „Ihr habt uns geholfen, jetzt helfen wir.“ Von Eden Sophie Rimbach

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