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Nicolas Schrader ist neuer Wirtschaftsförderer der Kreisstadt

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Von: Tobias Stück

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Hat die Eschweger Innenstadt im Blick: Bei jedem Gang durch die Fußgängerzone erblickt der neue Wirtschaftsförderer Nicolas Schrader Themen für sein neues Aufgabengebiet.
Hat die Eschweger Innenstadt im Blick: Bei jedem Gang durch die Fußgängerzone erblickt der neue Wirtschaftsförderer Nicolas Schrader Themen für sein neues Aufgabengebiet. © Tobias Stück

Nicolas Schrader hat noch den Blick von außen auf Eschwege. Er ist der neue Wirtschaftsförderer.

Eschwege – Seit zwei Monaten ist er nun der neue Wirtschaftsförderer der Kreisstadt und sieht eine Menge Potenzial in dem 20 000-Einwohner-Städtchen. „Eschwege hat die gleichen Probleme wie alle Städte dieser Größenordnung“, sagt er. Aber eben auch eine Menge Potenzial. Die Umwidmung der Innenstadt, Raum für neue Arbeitsplätze oder die Entwicklung zu einer „Smart City“ sind Chancen, die er auf der Agenda hat und jetzt angehen möchte.

Nicolas Schrader hat Staatswissenschaften studiert. Das ist eine Mischung aus Politik und Verwaltung. Erfahrungen hat er auch in Spanien und China gesammelt. In Spanien sei man beispielsweise bei der Digitalisierung von Behörden weiter, so schlecht stehe Deutschland und insbesondere Eschwege im Vergleich nicht da, wie oft suggeriert werde. In die Region sei der gebürtige Frankfurter gekommen, weil er seit jeher verwandtschaftliche Beziehungen in den Kreis hält.

Eschwege muss sich lohnen

„Deswegen kann ich das Potenzial von Eschwege schon gut einschätzen.“ Er sieht hier einen starken Mittelstand und einen engagierten Einzelhandel. „Mein Ziel ist es, Eschweger Geschäftsleute zu unterstützen und die Rahmenbedingungen für sie einfacher zu machen.“

Seine erste Aufgabe sieht er darin, den Leerstand in der Innenstadt zu bekämpfen. Dafür ist er schon mit einigen Eigentümern in Kontakt getreten, um Änderungen herbeizuführen. „Für Besucher und Kunden muss es sich gleichermaßen lohnen, nach Eschwege zu kommen.“ Schraders Plan: Mehr Einzelhandel, mehr Veranstaltungen mehr Aufenthaltsqualität. In Eschwege trifft er dabei auf Strukturen, die sich bereits in der Veränderung befinden. Für das Konzept seines Vorgänger Wolfgang Conrad, Eschwege zur „Draußen-Stadt umzubauen, gab es Fördermittel von Bund und Land. Das Konzept muss jetzt mit Taten gefüllt werden. „Mit dem Eschwege-Haus würde ich am liebsten sofort loslegen“. Momentan scheitert die Umsetzung noch an einer geeigneten Immobilie. Die Möblierung des Obermarkts wird in diesem Sommer umgesetzt. Den Digitalisierungsgrad in Eschwege zu erhöhen, die Stadt in eine Smart City zu verwandeln, ist Schraders langfristiges Projekt.Nicolas Schrader ist neuer Wirtschaftsförderer

Eschwege: Nicolas Schrader ist neuer Wirtschaftsförderer

Smart City ist ein Sammelbegriff für gesamtheitliche Entwicklungskonzepte, durch die Städte effizienter, technologisch fortschrittlicher, ökologischer und sozial inklusiver gestaltet werden sollen. Diese Konzepte beinhalten technische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Innovationen gleichermaßen. Bad Hersfeld – etwa 10 000 Einwohner größer als Eschwege – sieht Schrader hier als Vorbild. „Die machen das gut“, sagt er. Für Eschwege könnte er sich zunächst ein intelligentes Parkleitsystem, eine nachhaltige öffentliche Beleuchtung, digitalisierte Denkmäler oder die nachhaltige Nutzung von Umweltdaten vorstellen. Eine App, in der soziale Dienste oder Unterstützungsmöglichkeiten der Eschweger Bürger untereinander gebündelt werden, seien ebenso denkbar. Langfristig eben.

Die aktuelle Wirklichkeit sieht so aus, dass neben der Belebung der Innenstadt auch die Eschweger Industriebetriebe zu seinem Aufgabenbereich gehören. Mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises wurde der Austausch bereits intensiviert. „Wir wollen keine Doppelstruktur.“ Die Behebung des Fachkräftemangels trotz des demografischen Wandels zählt er dennoch zu seinen Aufgaben. Und Arbeitsplätze mit Qualität. „Wir brauchen mehr Arbeitsplätze im mittleren Lohnsektor.“ Davon profitiere die Stadt erheblich. (Tobias Stück)

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