Hochwasser

Eschweger koordinieren Hilfe: THW und DRK in Rheinland-Pfalz im Einsatz

Einsatz des Technischen Hilfswerks in Kordel (Landkreis Trier-Saarburg): Ein Amphibienfahrzeug bringt die Feuerwehr zu einem brennenden Haus. Der Ortsverband Eschwege koordiniert die Helfer. 
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Einsatz des Technischen Hilfswerks in Kordel (Landkreis Trier-Saarburg): Ein Amphibienfahrzeug bringt die Feuerwehr zu einem brennenden Haus. Der Ortsverband Eschwege koordiniert die Helfer. 

Das Technische Hilfswerk Eschwege hilft in Westdeutschland nach der verheerenden Umweltkatastrophe.

Eschwege – Beim Beseitigen der Schäden des Hochwassers in Westdeutschland kommt dem Ortsverband Eschwege des Technischen Hilfswerks (THW) eine besondere Rolle zu. Bis zu 300 Einsatzkräfte von THW, Feuerwehr und Bundeswehr hat die Führungsstelle aus Eschwege in Kordel im Landkreis Trier-Saarburg in Rheinland-Pfalz über das Wochenende geleitet.

Sowohl das THW als auch das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat Helfer aus dem Werra-Meißner-Kreis in die Katastrophengebiete in Rheinland-Pfalz entsandt. Samstagnachmittag verabschiedeten Kreisbrandinspektor Christian Sasse sowie Kreisbereitschaftsleiter Karsten Lentschig zwölf Einsatzkräfte mit vier Fahrzeugen der DRK-Kreisverbände Eschwege und Witzenhausen.

 Auf dem Parkplatz eines Supermarkts haben die Eschweger Führungsstelle mit ihrem Führungs- und Kommunikationskraftwagen am Einsatzort Kordel Stellung bezogen.

Das THW Eschwege wurde am Donnerstag für den Großraum Trier angefordert. Am Freitag sind 16 Freiwillige des THW Eschwege und einer des Ortsverbands Großalmerode aufgebrochen. Auf dem Parkplatz eines Supermarkts haben sie Stellung bezogen und am folgenden Tag dann mit der Arbeit begonnen.

„Problematisch sind die Schäden durch Überflutungen an Straßen, die diese unpassierbar oder nur noch bedingt passierbar machen“, sagt Timo Sippel, Sprecher des Ortsverbands Eschwege vor Ort. Die Eschweger Helfer führen in Kordel einen Einsatzabschnitt. Dabei sind rund 300 Helfer zu koordinieren, wie Sippel berichtet. Mit vier Fahrzeugen waren sie vor Ort. Insgesamt waren bis Montagmittag 29 Einsatzkräfte des THW in Eschwege im Einsatz.

„Wir danken allen Arbeitgebern, die Ihre Mitarbeiter für diesen kräftezehrenden und langwierigen Einsatz freistellen und es uns so ermöglichen, vor Ort Hilfe zu leisten“, sagt Sippel. Am Montagmittag hat der Fachzug Führung und Kommunikation den Einsatz in Kordel beendet und ist in den nächsten Einsatzraum weitergezogen.

Der Einsatzbefehl des Landes Hessen erreichte den Stab Gefahrenabwehr des Landkreises am Samstag um 8.30 Uhr. Bereits um 9 Uhr fand eine erste Lagebesprechung mit den zuständigen Führungskräften statt. Schließlich versammelten sich um 13 Uhr die abrückenden Einsatzkräfte zur Einweisung am Gefahrenabwehrzentrum und starteten anschließend ihre Fahrt zum hessischen Sammelplatz bei Limburg an der Lahn, wo sie auf die weiteren Einsatzkräfte stießen. Eingesetzt sind sie jetzt in Rheinland-Pfalz. „Wir sind dankbar für die Einsatz- und Hilfsbereitschaft unserer Einsatzkräfte und wünschen ihnen viel Kraft bei der Aufgabe“, sagt Landrat Stefan Reuß.

Von Tobias Stück

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