Expertin sieht Bedarf an größerem Hotel im Werratal

Claudia Krabbes und Anett Reyer-Günther werben für Urlaub im Werratal.

Eschwege. Ein oder zwei größere Beherbergungsbetriebe sowie die Verbesserung von Vertrieb und Qualität bei einigen kleineren Häusern wünscht sich die Geschäftsführerin der Werratal-Tourismus-Marketing-Gesellschaft (WTMG), Claudia Krabbes.

Und das zur Ergänzung und Attraktivierung des Betten-Angebotes im Werra-Meißner-Kreis.

„Wir benötigen wenigstens ein busgruppentaugliches Hotel“, sagt Krabbes. „Busgruppentauglich“ bedeutet, dass das Haus wenigstens doppelt so viele Betten haben müsse, wie Gäste in einen Bus passen. Und die Zimmer müssten von vergleichbarer Qualität sein, erklärt die Tourismus-Expertin.

Und wer soll in ein solches Projekt investieren? „Warum nicht eine Kette?“, fragt Krabbes und zählt die Vorzüge auf. Neben gleich bleibender und verlässlicher Qualität wäre vor allem der Werbeeffekt für die Tourismusregion Werratal enorm. „Ein großes Hotel wäre gut und würde auch den kleinen Häusern helfen“, sagt Krabbes. Bei vielen der zahlreichen familiengeführten Betriebe sieht die Geschäftsführerin Verbesserungspotenzial. Sie nennt in diesem Zusammenhang in erster Linie den Vertrieb, der „stärker werden muss“.

Das beginne schon mit der direkten Online-Buchungsmöglichkeit. Zu viele Unternehmen würden das nicht anbieten, sondern mit Anfrageformularen arbeiten. „Und die Betriebe müssen stärker über eine klare Zielgruppenansprache am Markt auftreten.“

Die Tourismus-Managerin sieht viel touristische Infrastruktur im Werra-Meißner-Kreis, „die zu uns passt“. Weiter gestärkt werden müsse das „Flusserlebnis Werra“. Darüber hinaus sieht sie ein Defizit darin, dass touristische Ziele oft nicht mit dem Öffentlichen Personennahverkehr zu erreichen seien. „Gäste stehen dann vor der Frage, wie sie den Startpunkt eines Premiumwanderweges erreichen können“, so Krabbes.

Von Harald Sagawe

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