Schneller als sechs Kilometer pro Stunde

Fahren ohne Führerschein: Polizei erwischt 15-Jährigen auf Hoverboard

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Die Polizei hat am Montag einen 15-jährigen Eschweger beim Fahren mit einem sogenannten Hoverboard erwischt. Er muss sich nun wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis verantworten.

Als die Beamten den 15-Jährigen an der Goldbachstraße kontrollieren wollten, flüchtete er, wurde aber kurze Zeit später in der Nähe angetroffen. Ein Hoverboard, auch Balanceboard genannt, ist laut Polizeisprecher Alexander Först ein fahrerlaubnis- und zulassungspflichtiges Kraftfahrzeug. Denn die Geräte können schneller als sechs Kilometer pro Stunde fahren. Was somit neben einem Führerschein der Klasse B noch gefehlt hat, waren Zulassung und Versicherungsschutz. 

Försts Angaben zufolge sei das Hoverboard wegen seiner besonderen Beschaffenheit nicht als Zweirad anzusehen. In aller Regel liegen auch Verstöße gegen Zulassungs- und Versicherungspflicht vor, weil Kraftfahrzeuge mit regelmäßigem Standort im Inland zum Verkehr zugelassen und haftpflichtversichert sein müssen. 

Weil handelsübliche Hoverboards an sich aber von Werk aus nicht den Vorschriften der Straßenverkehrszulassungsverordnung entsprechen (keine Beleuchtung, keine Bremsen, keine Idenditifikationsnummer), liegt für die Fahrzeuge regelmäßig keine Betriebserlaubnis vor, die für ein ordentliches Zulassungsverfahren zwingend notwendig ist.

Damit sei das Hoverboard laut Polizeisprecher Först generell nicht zulassungsfähig, wie auch die Göttinger Polizei erklärte. Hinzu komme, dass diese Kraftfahrzeuge dann auch der Steuer unterliegen würden und ein Betreiben der nicht zugelassenen Kraftfahrzeuge im öffentlichen Straßenverkehr einen Verstoß nach der Abgabenordnung nach sich ziehe.

Diese Regeln gelten für Pedelec, E-Roller, Hoverboard & Co.

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