Trickbetrüger im Werra-Meißner-Kreis aktiv

Falsche Polizisten riefen zwei Senioren in Eschwege an

Eschwege. Unbekannte Täter haben am Montagmittag versucht, gleich zwei Senioren aus Eschwege um Geld zu betrügen, indem sie sich als Polizeibeamte ausgaben.

Nach Angaben von Polizeisprecher Jörg Künstler riefen die Täter dazu einen 83-jähriger Mann und eine 89-jährige Frau an.

Im ersten Fall gab sich der Anrufer als „Klaus Fischer“ von der Kriminalpolizei Frankfurt aus, so Künstler. „Der Anrufer erklärte, dass man eine rumänische Bande festgenommen habe und den Namen des Angerufenen auf einer Liste dieser Bande festgestellt habe. Auch sei das Geld auf der Bank nicht mehr sicher, so dass er seinen Kontostand prüfen solle.“ Für Rückfragen habe der Anrufer die Telefonnummer 925-1 angegeben.

Der Anruf bei der 89-Jährigen erfolgte nach dem gleichen Prinzip: „Der angebliche Kommissar „Klaus Fischer“ erklärte, dass in der Nähe der Wohnung zwei Einbrecher festgenommen wurden und fragte dann gleich nach den Wertsachen“, fährt Künstler fort. Im Display der Seniorin sei die Nummer „925-1“ erschienen. Die Angerufene sei jedoch misstrauisch geblieben und habe ihren Sohn informiert, der wiederum die Polizei einschaltete.

Keiner der Senioren übergab Geld oder Wertsachen an die mutmaßlichen Betrüger.

So kann man sich schützen

Die Polizei möchte nach diesen neuerlichen Anrufen erneut darauf hinweisen, dass

• niemals die Notrufnummer 110 oder eine andere Telefonnummer (925-1) im Display erscheint, wenn die „richtige Polizei“ anruft.

• die 110 als Notrufnummer für die Bürger vorgesehen ist, um die Polizei zu erreichen. Sie wird von der Polizei nicht für eigene Anrufe verwendet.

• die Polizei keine Wertsachen zur „sicheren Aufbewahrung“ in Empfang nimmt

• man keine Auskünfte an Unbekannte über persönliche oder finanzielle Verhältnisse geben sollte

• man nach merkwürdigen Anrufen im Zweifel eine Person des Vertrauens hinzuziehen sollte. 

Rubriklistenbild: © Archiv

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