Familie und Sport im Einklang

Christa und Jochen Gondermann feiern ihre Diamantene Hochzeit

Nach 60 Jahren ist das Diamantpaar noch immer so glücklich wie am ersten Tag.
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Nach 60 Jahren ist das Diamantpaar noch immer so glücklich wie am ersten Tag.

In 60 Jahren Ehe haben sie es geschafft, ihr Glück im Einklang von Familie und Sport zu finden. Nun feiern Christa und Jochen Gondermann ihre Diamantene Hochzeit.

Eschwege – Sie waren immer voller Elan, lebenslustig und mutig. Auch an klaren Vorstellungen auf familiärer, privater und auch auf beruflicher Ebene mangelte es Christa und Jochen Gondermann nie. „Alles zusammen ist womöglich das Erfolgsrezept einer 60 Jahre langen, guten und vor allem glücklichen Ehe“, schwärmt der diamantene Bräutigam von der gemeinsamen Zeit mit seiner Liebsten.

Kennen- und auch schnell liebengelernt hat sich das Paar in der Kultgaststätte „Kulmbacher“ – einst zu finden an der Eschweger Bahnhofstraße, wo sich die Christa aus Bischhausen und der echte Dietemann Jochen ab 1960 regelmäßig zum Tanz getroffen haben. Und schon am 25. August 1961 gaben sich die damals 21-Jährigen das Jawort für ein gemeinsames Leben.

„Mit unseren drei Kindern Jörg, Uwe und Silke, die der stolzen Oma und dem stolzen Opa fünf Enkel geschenkt haben, war unser Glück perfekt“, erklärt Christa Gondermann. Allen zusammen sei es großartig gelungen, die Familie und den von allen geliebten Sport in Einklang zu bringen.

Vor 60 Jahren feierten Christa und Jochen Gondermann ihre Grüne Hochzeit.

Christa, geborene Zimmermann, erblickte am 31. Juli 1940 das Licht der Welt in Bischhausen, ging dort zur Schule und absolvierte eine Ausbildung zur kaufmännischen Angestellten, arbeitete in diesem Beruf bis sie als fürsorgliche Mutter und Hausfrau gänzlich für die Familie eingespannt war.

Natürlich begleitete sie ihren Ehemann, der durch handballerische Qualitäten auffiel, häufig zu den Spielen und auch selbst gehörte sie von 1961 bis zum Corona-Spuk der Damen-Gymnastikabteilung vom Eschweger TSV an: „Ja, dieser Sport hat mir viel Freude bereitet, so dass ich mich in all den Jahren gerne eingespannt sah“, sagt die diamantene Braut beim WR-Gespräch.

Jochen Gondermann wurde am 24. September 1939 in Eschwege geboren, wo er nach der Humboldtschule den Beruf des Kfz-Schlossers bei Manegold und König lernte, dann aber berufsgetreu zum Straßenbauamt wechselte, wo er auch den Meisterbrief erwarb und bis zur Pension in 1999 beschäftigt war.

Handballer aus Leidenschaft

1954 zog es den 15-Jährigen zum Handball, wo er rund 35 Jahre das Trikot vom Eschweger TSV getragen hat. „Auf dem Großfeld hat alles begonnen, aber mir ist die Umstellung auf den Kleinfeld- und Hallenhandball nicht schwer gefallen“, denkt er natürlich auch an seine 20-jährige Aufbauarbeit als Abteilungsleiter. Er führte den ETSV von 1970 bis 1990 und trainierte parallel mehrere Jugendmannschaften.

„Mit dem Abstieg unserer Männerschaft aus der 2. Bundesliga und dem daraus resultierenden Absturz hinunter bis zur Kreisliga habe ich im Jahr 2001 als stellvertretender Abteilungsleiter noch einmal mitgeholfen, das ETSV-Handballschiff wieder auf Kurs zu bringen“, macht Jochen Gondermann deutlich. Auch heute noch unterstützt er die Eschweger Handballer noch gern und zählt zu ihren treuen Zuschauern.

Diese Gene hat er auch an seinen Sohn Uwe weitergegeben, denn auch er hatte als langjähriger Spieler, Trainer und Abteilungsleiter großen Anteil daran, dass es heute wieder gut um diesen von vielen geliebten Hallensport in der Kreisstadt bestellt ist.

Gerne erinnert sich Jochen Gondermann auch an seine Zeit als Musiker beim Fanfarenzug Eschwege, wo er von 1957 bis 1962 aktiv war und bis heute passives Mitglied geblieben ist.

Ihren hoffnungsvollen Zukunftswunsch formulieren Christa und Jochen Gondermann gemeinsam: „Über gesunde Jahre im Kreise unserer Familie, mit der wir am Samstag nach der Kirche auf dem Kochsberg unsere Diamantene Hochzeit feiern wollen, würden wir uns sehr freuen. Und wir hegen die Hoffnung, dass die Corona-Pandemie bald vorbei ist“, so die Worte des glücklichen Paares.

Von Harald Triller

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