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Ehrenamtliche werten den Friedhof in Niederdünzebach auf

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Von: Tobias Stück

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An vier Samstagen haben bis zu zwölf Freiwilligen zusammen mit dem örtlichen Gartenbau-Unternehmen den Friedhof umgestaltet.
An vier Samstagen haben bis zu zwölf Freiwilligen zusammen mit dem örtlichen Gartenbau-Unternehmen den Friedhof umgestaltet. © Tobias Stück

Letzte Ruhestätte: Auf dem Friedhof in Niederdünzebach haben Ehrenamtliche angepackt und einen Platz der Ruhe für die trauernden Besucher geschaffen.

Niederdünzebach – Der neue Platz erinnert mehr an einen englischen Park als an einen Friedhof. Ein gepflegter saftig grüner Rasen, neu eingefasste Wege, edle Steinbecken, kunstvolle Stelen und eine farbenfrohe Zierkirsche bilden die „Platz der Ruhe“ benannte Fläche auf dem Friedhof in Niederdünzebach. Mit viel Eigeninitiative hat der Friedhofsausschuss mit freiwilligen Helfern einen Schandfleck auf dem Friedhof zu einem Hingucker umgebaut.

Vorher bot sich dem Friedhofsbesucher in Niederdünzebach ein Bild der Vernachlässigung. Auf der linken Seite des Friedhofs standen Grabanlagen, deren Pachtzeit abgelaufen waren und die nicht mehr gepflegt wurden. Im Friedhofsausschuss, der von Mitgliedern des Kirchenvorstands und des Ortsbeirats paritätisch besetzt ist, wurde entschieden, die Fläche umzugestalten und aufzuwerten. Bauingenieur Horst Küllmer kümmerte sich um die Gestaltung. „Der Platz ist dem griechischen Buchstaben Omega nachempfunden, der ja das Ende symbolisiert. Das passt sehr gut auf einen Friedhof“, erklärt Ortsvorsteher Rainer Bick, der die Organisation der Umgestaltung übernommen hatte.

An vier Samstagen haben bis zu zwölf Freiwilligen zusammen mit dem örtlichen Gartenbau-Unternehmen den Friedhof umgestaltet.
An vier Samstagen haben bis zu zwölf Freiwilligen zusammen mit dem örtlichen Gartenbau-Unternehmen den Friedhof umgestaltet. © Tobias Stück

Ein Platz der Ruhe in Niederdünzebach

An den vergangenen vier Samstag macht sich zwölf Freiwillige aus dem Dorf ans Werk. Rainer Bick, Sascha Knigge, Daniel Rösler, Holger Jopp, Christian Polster, Daniel Schmidt, Uwe Liedebrand, Maurice Schilling, Martin Schellhase, Stefan Windemuth, Ulrich Knigge, Matthias Stockheim, Alfred Helbach und Lisa Hoffmann räumten die Gräber ab, ebneten die Fläche und bauten einen kleinen Zuweg sowie den „Platz der Ruhe“. „Ohne die Unterstützung durch Know-how und Maschinen unseres ortsansässigen Gartenbaubetriebes wäre die Umsetzung aber nicht möglich gewesen“, sagt Bick. Mit den Maschinen von Knigge ging vieles einfacher. „Allein 30 Tonnen Bauschutt haben wir abgefahren“, berichtet Sascha Knigge.

Dazu wurden 20 Kubikmeter neuer Oberboden angefahren. Außer den Materialien stellte die Firma nichts in Rechnung.

Die Kosten teilen sich der Friedhofsausschuss, die Stadt Eschwege und Sponsoren aus dem Dorf. 900 Euro hatte Ortsvorsteher Bick eingesammelt. Die Ehemaligen der Feuerwehr und Charlotte Budnitz haben die Steinbänke gestiftet. „Die beiden Steinbänke laden zum Innehalten ein. Somit ist dieser Platz ein besonders gelungenes Beispiel einer würdevollen Sepulkralkultur, die sicherlich in unserer Gegend selten ist“, findet Bick.

Niederdünzebach: Friedhof von Ehrenamtlichen aufgewertet

Rund um den kleinen Platz der Ruhe ist jetzt Raum für rund 200 Urnengräber. Jedes soll 50 x 70 Zentimeter groß werden.

Nachdem vor etwa fünf Jahren der rechte Teil des Friedhofs saniert wurde, sorgt die Stadt jetzt noch für ein neues Eingangstor. Außerdem soll die Friedhofshalle einen neuen Anstrich bekommen – damit der Rest auch zum neuen edlen „Platz der Ruhe“ passt.

Von Tobias Stück

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