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„Sons us Nordhessen“: Neuer Motorradclub setzt sich für gute Zwecke ein

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Von: Tobias Stück

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Schwarze Kutte, starke Motorräder: Die Sons us Nordosthessen sind der jüngste Motorradclub im Werra-Meißner-Kreis. Sie wollen sich für karitative Zwecke einsetzen. 
Schwarze Kutte, starke Motorräder: Die Sons us Nordosthessen sind der jüngste Motorradclub im Werra-Meißner-Kreis. Sie wollen sich für karitative Zwecke einsetzen.  © Jörg Rüppel

Im Werra-Meißner-Kreis hat sich ein neuer Motorradclub gegründet. Die Sons us Nordhessen verbreiten aber weniger Angst und Schrecken als gute Taten. 

Werra-Meißner – Die Kutten sind schwarz und aus Leder, die Motorräder voller Power. Ansonsten hat der neue Motorradclub aus dem Werra-Meißner-Kreis nichts mit den typischen Klischees eines Motorradclubs gemein. Denn die Sons us Nordosthessen stehen allesamt auf der guten Seite des Gesetzes und wollen sich regelmäßig für karitative Zwecke einsetzen.

Bei den Sons us Nordosthessen handelt es sich um einen sogenannten LE MC. „Die Abkürzung steht für Law Enforcement Motorrad Club, was bedeutet, dass die Mitglieder Angehörige von Polizei, Justiz, Zoll oder Militärpolizei sind oder waren“, erklärt der Eschweger Jörg Rüppel, selbst noch im Landkreis im Polizeidienst aktiv. 13 Männer sind es jetzt, allesamt in der Strafverfolgung tätig, die dem Club angehören. Vergangenen Herbst haben sie sich gegründet. „Wir sind gute Freunde, die sich jetzt in einem Club zusammengeschlossen haben – allerdings nicht in einem eingetragenen Verein“, berichtet Rüppel. Die ersten Ausfahrten haben schon stattgefunden.

Jörg Rüppel von den Sons us Nordosthessen
Jörg Rüppel von den Sons us Nordosthessen © Thorsten Eschstruth

Werra-Meißner: Sons us Nordhessen spendeten für Familien von getöteten Polizisten

Eine der ersten Ausfahrten führte jetzt neun der Motorradfahrer nach Karlsruhe. Sie erwiesen bei einer Kundgebung allen im Dienst getöteten Polizisten die Ehre. Nach einer Ansprache durch die Organisatoren, die Blue Knights Europe, ebenfalls ein Motorradclub bestehend aus Polizisten mit 17.000 Mitgliedern weltweit, und der Polizeipräsidentin des Polizeipräsidiums Karlsruhe, Caren Denner, sowie des Polizeiseelsorgers, fuhren die Sons gemeinsam mit 200 anderen Bikern von Karlsruhe nach Bruchsal in einem sogenannten „Memorial Ride“. Die Biker aus dem Landkreis spendeten auch für die Familien der bei einer Kontrolle in der Pfalz erschossenen Polizeibeamten, die zwei Wilderer kontrolliert hatten.

Die Freude am Motorradfahren steht bei der Bruderschaft im Fokus. Mehrere Wochenendtouren sind schon in Planung. Eine längere Tour über fünf oder sechs Tage soll in Eschweges Partnerstadt Regen führen. Auf die Landstraßen im Bayerischen Wald freuen sich die Biker schon. Nebenbei wollen sie aber mit ihrem Hobby auch Gutes tun. Deswegen planen sie bereits eine sogenannte Charity-Fahrt. Sie wollen eine geführte Tour für die Biker aus der Region und auch darüber hinaus anbieten. Dabei geht es zu den schönsten Attraktionen in Nordosthessen. Die Teilnahmegebühr soll dann karitativen Zwecken gespendet werden. Ein genauer Termin für die Ausfahrt steht noch nicht fest. (Tobias Stück)

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