Polizei gibt Tipps

Gleich drei Fälle: Betrüger geben sich am Telefon als Polizisten aus

Eschwege. Unbekannte geben sich offenbar derzeit in Eschwege als Kriminalpolizisten aus und versuchen, mit Anrufen Senioren zu betrügen - bislang zum Glück erfolglos.

Bei der Polizei wurden bislang drei entsprechende Fälle gemeldet, teilt Polizeisprecher Jörg Künstler mit.

Demnach wurden drei Senioren im Alter zwischen 81 und 89 Jahren am Dienstag zwischen 14.15 und 14.30 Uhr angerufen. „Der Anrufer gab jeweils an, dass es in der Nachbarschaft zu mehreren Einbrüchen gekommen sei“, so Künstler. „Bevor es jedoch zu Forderungen kam, wurde das Gespräch in einem Fall durch einen Verwandten, im zweiten Fall durch die Angerufene beendet.“ Die Seniorinnen berichteten, dass der „falsche Kriminalbeamte“ akzentfrei Deutsch gesprochen habe.

Bei dem dritten Anruf habe sich der „falsche Kriminalbeamte“ noch mit „Markus“ vorgestellt, so Künstler. Ein Nachname konnte aufgrund starker Nebengeräusche nicht verstanden werden.“ Auch hier wurde die Angerufene mistrauisch und legte auf. In diesem Fall soll der Anrufer aber mit einem ausländischem Akzent gesprochen haben.

Die Polizei geht davon aus, dass hinter diesen Anrufen Trickbetrüger stecke. Die „falschen Kriminalbeamten“ böten oftmals an, Bargeld und Schmuck vorübergehend bei der Polizei sicher aufzubewahren. Dazu werde ein „Kollege“ vorbeikommen und die Wertgegenstände in Empfang nehmen, behaupten die Anrufer.

Tipps gegen Betrüger 

So kann man sich vor falschen Polizeibeamten am Telefon schützen:

  • Namen und Dienststelle des Anrufers notieren und einen Rückruf anbieten. Anschließend sollte man die Nummer der Dienststelle selbst heraussuchen, anrufen und sich verbinden lassen.
  • "Die Polizei wird niemals ihre Wertsachen vorsorglich sicherstellen“, betont Künstler. „Seien Sie immer skeptisch bei derartigen Anrufen, wenn es um Ihre Geld- und Wertsachen oder Kontodaten geht.“

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