Pandemie hat Finanzen nicht geschadet

Haushaltslage der Kreisstadt Eschwege 2020 viel besser als prognostiziert

nh123 Herbst im Werra-Meißner-Kreis, hier Rathaus EschwegeFoto Rudi Boden
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Aus dem Eschweger Rathaus wurde berichtet, dass der Haushalt 2020 sich trotz Coronapandemie verbessert hat.

Eschweges Haushaltslage sieht trotz Coronakrise besser als prognostiziert aus. Nach Abschluss des Haushaltsjahres 2020 steht fest, dass der Gewinn im Ergebnis auf 4,1 Millionen Euro steigt.

Eschwege – Das sind 2,35 Millionen Euro mehr, als beim Entwurf des Haushalts im März 2020 prognostiziert worden war. Das berichtete Bürgermeister Alexander Heppe im Lagebericht zum Eschweger Haushalt, den er während der Stadtverordnetenversammlung am Donnerstagabend der Öffentlichkeit vorstellte.

Die Verbesserung der Zahlen liegt zu einem großen Teil an den guten Gewerbesteuereinnahmen. Trotz Pandemie hat die Stadt Eschwege eine halbe Million Euro mehr eingenommen, als sie erwartet hatte. Statt 7,84 Millionen Euro waren es 2020 tatsächlich 8,34 Millionen Euro, heißt es aus dem Fachbereich Finanzen und Rechnungswesen der Kreisstadt. „Das ist das drittbeste Ergebnis in der Geschichte der Stadt“, sagt Heppe. Nur die beiden Vorjahre waren besser. 2019 hatte die Stadt beispielsweise 8,7 Millionen Euro an Gewerbesteuer eingenommen.

Alexander Heppe

Auch die Stadtwerke, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Kreisstadt, haben wesentlich dazu beigetragen, dass sich das Ergebnis verbessert hat. 1,53 Millionen Euro Gewinne haben die Stadtwerke abgeführt. Veranschlagt waren eigentlich nur 935 000 Euro. Einbußen gab es hingegen am Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer. Hier fehlen im Vergleich zum Haushaltsentwurf mehr als eine halbe Million Euro.

Haushaltsverbesserungen erzielten fast alle Fachbereiche der Verwaltung. Familie, Soziales und Kultur erzielte im Coronajahr 1,3 Millionen Euro mehr Einnahmen als geplant. Tiefbau und Abwasserwirtschaft verbesserten ihr Ergebnis um mehr als eine halbe Million Euro. Auch für das laufende Haushaltsjahr ist nach Angaben Heppes kein Einbruch zu erwarten. Aktuelle Berechnungen sehen derzeit vor, dass der Haushaltsausgleich 2021 erreicht wird. Auch hier haben die Stadtwerke wieder deutlich mehr Gewinn abgeführt als geplant – fast eine Million Euro. Die Erlöse kommen aus den Beteiligungen an der Windkraft. Doppelt so viel wie geplant musste die Stadt allerdings für den Winterdienst nach dem starken Wintereinbruch im Februar aufwenden.

Für Investitionen stehen der Stadt 2021 18,2 Millionen Euro zur Verfügung. Heppe teilte mit, dass die Jahresabschlüsse bis 2018 von der Kommunalaufsicht genehmigt seien. Foto: eschstruth/NH

Von Tobias Stück

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