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Hessen Mobil pflegt derzeit Gehölz

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Von: Theresa Lippe

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Gehölzpflege durch Hessen Mobil an der Bundesstraße 452 zwischen Eschwege und Wehretal.
Gehölzpflege durch Hessen Mobil an der Bundesstraße 452 zwischen Eschwege und Wehretal. © Hessen mobil/NH

Kahle Straßenränder im Werra-Meißner-Kreis: Sicht auf Fußgänger und Radverkehr wird freigehalten.

Werra-Meißner – Wer derzeit durch den Werra-Meißner-Kreis fährt, sieht etwa entlang der Fahrbahnränder, dass zahlreiche Gehölze zurückgeschnitten wurden. Besonders auffällig ist das derzeit entlang der Bundesstraße 452 zwischen Wehretal und Eschwege. Viele Menschen fragen sich, warum Hessen Mobil entlang der Bundes-, Landes-, und Kreisstraßen dies eigentlich macht?

Das Ausdünnen helfe allerdings der Natur dabei, sich zu verjüngen und neu aufzustellen. Frisch bearbeitete Flächen könnten auf den ersten Blick kahl aussehen. Der Grund, warum dies derzeit an den Straßen zu beobachten ist, sei recht einfach, heißt es in der Pressemitteilung: Verkehrssicherheit habe für Hessen Mobil oberste Priorität. Unmittelbar am Fahrbahnrand müsse dafür die Sicht auf Fußgänger, auf Radverkehr und auf Fahrzeuge frei bleiben. Außerdem dürften keine Äste über die Fahrbahn ragen.

„In den seltensten Fällen muss ein Baum weichen. In der Regel genügt ein fachgerechter, regelmäßiger Rückschnitt“, heißt es seitens Hessen Mobil. Diese Arbeiten dürften jedoch nur von Oktober bis Februar des Folgejahres vorgenommen werden. Der Zeitraum diene vor allem dem Schutz der Tierwelt, damit etwa Vögel in der Brutzeit nicht gestört werden. Mit Gehölz sind neben den Bäumen vor allem auch Sträucher und Büsche gemeint.

Der Rückschnitt führe in den Folgejahren zu einem kräftigen Zuwachs. Bereits in der ersten Vegetationsperiode nach dem Schnitt sei ein Zuwuchs von etwa einem Meter zu erwarten, heißt es weiter.

Durch den abschnittsweisen Rückschnitt der Gehölze könnten sich kleinere Lebewesen in die angrenzenden, unbearbeiteten Flächen zurückziehen. Der Bestand werde in den Abschnitten bis zu 30 Prozent ausgedünnt.

Damit sich der Strauchbestand im Werra-Meißner-Kreis gesund entwickeln könne, müssten Gehölze regelmäßig „auf den Stock gesetzt“ werden. Das bedeutet: Sträucher werden in einer Höhe von 10 bis 20 Zentimetern über dem Boden abgeschnitten. Das wird in einem wiederkehrenden Turnus von bis zu 20 Jahren durchgeführt, so Hessen Mobil. Längere Zeiträume seien nicht sinnvoll, da sich die Gehölze im Kreis durch einen zu engen Stand gegenseitig in die Höhe treiben und dadurch instabil werden könnten. „Weil das für den Verkehr gefährlich werden kann, ist ein Rückschnitt angebracht.“

Da die Wurzeln der Pflanzen verblieben, sei eine Ersatzpflanzung nicht notwendig. Nach zwei Jahren sei das Gehölz bereits wieder zwischen zwei und drei Metern hoch.

Welche Gehölze in welchem Umfang im Werra-Meißner-Kreis geschnitten werden müssen, um die Verkehrsteilnehmer vor Gefahren zu schützen, stimme Hessen Mobil jährlich mit der Naturschutzbehörde ab. Konkrete Maßnahmen führt dann entweder Hessen Mobil oder ein beauftragtes Fremdunternehmen aus, erklärt Hessen Mobil weiter.

Die Beauftragung der Unternehmen im Kreis erfolge nach den öffentlich-rechtlichen Vergaberegeln im Wettbewerbsverfahren.

„Bei den Gehölzpflegearbeiten wird ein Teil abtransportiert und über einen Auftragnehmer verwertet. Ein weiterer Teil wird vor Ort gehäckselt und bleibt auf den bearbeiteten Flächen - als Rückführung in den natürlichen Kreislauf“, lautet die Erklärung in der Pressemitteilung von Hessen Mobil.

Auch wenn man von Oktober bis Februar für die Arbeiten Zeit habe, müssten sich vor allem die Straßenmeistereien im Kreis im Winter mit den Freiräumen und Streuen des Straßennetzes befassen. Zudem könnten die Gehölzpflegearbeiten bei einem Wintereinbruch nicht umgesetzt werden. Aus diesem Grund sehe man derzeit entlang der Straßen die zahlreichen Teams beim Arbeiten.  red/tli

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