Vital im Wohnzimmer

Homeoffice: Vertrauten Raum für Bewegung zwischendurch nutzen

Probandin Hanna Maiterth und Gesundheitsexperte Julian Triller machen es vor: mit einfachen Hilfsmitteln kann man sich auch im Homeoffice fit halten.
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Probandin Hanna Maiterth und Gesundheitsexperte Julian Triller machen es vor: mit einfachen Hilfsmitteln kann man sich auch im Homeoffice fit halten.

Die Coronapandemie schickt viele ins Homeoffice, viele haben keinen optimalen Arbeitsplatz. Wir sprachen mit einem Experten, wie man sich trotzdem

Werra-Meißner – Spätestens seit dem zweiten Lockdown ist der Küchentisch oder das Sofa die erste Arbeitsplatzwahl im Homeoffice. Nur wenige haben ein top ausgestattet Büro, in dem sie sich konzentriert zurücklehnen können. Doch die improvisierten Heimarbeitsstätten haben ihre Tücken – die Beine schlafen beim Sitzen auf dem unbequemen Holzstuhl ein oder der Nacken wird beim ständigen Blick auf den Laptop steif, weil der Wohnzimmertisch zu niedrig ist.

Wir haben mit einem Experten über Prävention gesprochen.

„Das ganze Arbeiten ist im Homeoffice anders“, sagt Julian Triller, Physiotherapeut und Mitarbeiter vom Versorgungsmanagement Gesunder Werra-Meißner-Kreis. Der Experte weiß, worauf es im Homeoffice ankommt, denn er berät Firmen in puncto gesunder Arbeitsplatz. Aus seiner langjährigen Arbeit als Physiotherapeut weiß Triller, wo die Gefahren für die Gesundheit im Homeoffice lauern und welche Chancen die Heimarbeit gleichzeitig bietet.

Alltagsübungen im Homeoffice: Dehnen am Türrahmen wirkt gebeugter Haltung entgegen

„Die nach vorn gebeugte Haltung, durch die Arbeit am Computer, kann zum Beispiel durch Aufdehnen am Türrahmen ausgeglichen werden“, erklärt Triller eine Homeoffice-Übung. Nicht im Büro zu sitzen habe nämlich den großen Vorteil, mehr Platz für Sportübungen zu haben, und der sollte auch genutzt werden, findet der Experte. Dabei müsse keine teure Sportausrüstung her, die ganz normalen Alltagsgegenstände reichten aus.

„Eine Topfpflanze oder eine Wasserflasche sind super dafür“, sagt Julian Triller und macht die Übungen mit den ungewöhnlichen Hilfsmitteln auch gleich vor. Mit ausgestreckten Armen hält er eine Topfpflanze vor sich und geht in tiefe Kniebeugen. „Das geht natürlich auch mit einem Theraband“, sagt Triller. Mit dem dehnbaren Sportutensil lassen sich auch Dehnungsübungen ausprobieren. „Das Equipment muss also nicht teuer sein, Hauptsache man bewegt sich regelmäßig - auch im Homeoffice.“

Homeoffice: Sportübungen mit Alltagsgegenständen. Redakteurin Hanna Maiterth und Physiotherapeut Julian Triller machen es vor.

Auch kurze Spaziergänge während der Arbeitszeit empfiehlt Triller. Wenn wenig Zeit ist, reiche schon der Gang zum Bäcker, um die täglichen Brötchen zu holen.

Eine Erinnerungsstütze zur täglichen Bewegung kann dabei im stressigen Berufsalltag für die regelmäßige Bewegung aufmerksam machen. „Hauptsache man macht sich selbst keinen Druck, denn nur wenn die Bewegung Spaß macht, bleibt man auch dabei“, weiß Triller. (Von Kim Hornickel)

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