Angeklagter hatte 2,7 Promille im Blut

Im Alkoholrausch zwei Männer in Sontra verletzt: Gericht verhängt Geldstrafe

Eschwege / Sontra – Im alkoholisierten Zustand hat ein 49-Jähriger aus dem Werra-Meißner-Kreis im Mai 2018 in Sontra zwei Männer verletzt. Jetzt kam der Fall vor Gericht.

Wegen des Verdachts der gefährlichen sowie der einfachen Körperverletzung musste sich der 49-Jährige am Dienstag vor dem Eschweger Amtsgericht verantworten.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Mann im Mai vergangenen Jahres im Bereich der Breitwiese mehrere Passanten, darunter Frauen und Kinder, angepöbelt sowie beleidigt hat und dabei ein Taschenmesser in der Hand hielt. Als zwei Männer den stark nach Alkohol riechenden 49-Jährigen beruhigen wollten, wurde dieser aggressiv und verletzte einen der Schlichter mit seinem Messer am Handgelenk. Auf den Anderen ging er los und griff diesen mit seinen Fäusten an. Erst nach Eintreffen der Polizei verhielt sich der Angeklagte für eine gewisse Zeit friedlich  – musste dann jedoch von den Beamten gefesselt und auf die Sontraer Wache gebracht werden. Eine Blutuntersuchung ergab einen Alkoholwert von 2,7 Promille.

Vor Gericht gab der Mann an, nichts mehr von seinen Taten zu wissen. Nur an die von einem Arzt durchgeführte Blutentnahme auf der Wache könne er sich noch erinnern. Kurios erschien für die Polizisten jedoch die Tatsache, dass der Mann sich zwischenzeitlich klar und deutlich äußern konnte – dann aber wieder völlig ausrastete.

Seinen Alkoholrausch begründete der 49-Jährige mit einem heftigen Streit, der sich im Vorfeld zwischen ihm und seiner Mutter zugetragen haben soll. Nach eigener Aussage lebte er bis vor Kurzem mit dieser zusammen und trank bis zur Tatzeit täglich etwa zwei Wodka-Flaschen mit ihr. Nun besitze er keinen festen Wohnsitz mehr. Da sich der Angeklagte einsichtig zeigte, und zugab, seine Taten zu bereuen, kam er mit einer Geldstrafe von 450 Euro davon. 

Rubriklistenbild: © Arne Dedert/dpa

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