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Eine Institution: die Puppenfesttage in Eschwege

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Von: Tobias Stück

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Sie sind mittlerweile die Stars der Szene: Reborn-Puppen, die kleinen Babys täuschend ähnlich sehen, werden zu 75 Prozent ausgestellt. Archi
Sie sind mittlerweile die Stars der Szene: Reborn-Puppen, die kleinen Babys täuschend ähnlich sehen, werden zu 75 Prozent ausgestellt. Archi © Anna Schellhase

Die Puppenfesttage locken alljährlich Tausende Besucher nach Eschwege. In wenigen Tagen ist es wieder soweit.

Eschwege – Am ersten November-Wochenende werden wieder mehrere Tausend Besucher bei den Puppenfesttagen in Eschwege erwartet. Zum 27. Mal finden sie in der Kreisstadt statt. Während manch Einheimischer über die Puppenmuttis und -vatis verwundert den Kopf schüttelt, genießt Eschwege bei Puppenfans einen hervorragenden Ruf. Die Puppenfesttage im Werratal seien eine Institution. „Mehr als die Namensnennung Eschwege braucht es nicht und jeder weiß Bescheid“, sagt die Organisatorin Leokadia Wolfers.

Rund 110 Aussteller werden am 5. und 6. November erwartet. Sie stellen in drei Hallen aus. Neben Puppen werden auch wieder Bären ausgestellt und verkauft. Für alle gibt es Kleidung, Zubehör und Reparaturutensilien. Den meisten Platz nehmen die sogenannten Reborn-Puppen ein. Das sind handgefertigte Puppen, die echten Kindern täuschend ähnlich sehen. Der Trend zur Babypuppe für Erwachsene kommt aus Amerika, ist in Deutschland mittlerweile fest etabliert. Rund drei Viertel der Aussteller in Eschwege widmen sich dieser Sparte. Die Puppenfesttage sind auch international beliebt, berichtet die Ibbenbürerin Leokadia Wolfers. Vorwiegend Ausstellerinnen aus Österreich, Spanien, der Schweiz und den Niederlanden sind seit vielen Jahren dabei. Für das erste November-Wochenende stehen laut Tourist-Info nur noch sehr wenige Gästezimmer zur Verfügung. Die meisten Besucher hätten ihre Unterkünfte schon lange im Vorfeld gebucht, heißt es vonseiten der Tourist-Info. Für Vermieter, Gastronomie und Einzelhandel hätten die Puppenfesttage eine nicht zu unterschätzende Bedeutung. Anfang November sei touristisch keine gut frequentierte Zeit. „Da sorgen die Puppen-Gäste noch mal für volle Häuser.“

In der Szene eine Institution: Eschweger Puppentage

Erfunden hatte die Puppenfesttage der Verleger Axel Grede, der die Puppenzeitschrift Dollami herausgegeben hat, mit seiner Frau Annelie und unter Mitwirkung der Puppenkünstlerin Brigitte Lemann. Seit 2012 organisiert Leokadia Wolfers die in Szenekreisen hoch angesehene Veranstaltung in alleiniger Verantwortung. Zu Spitzenzeiten kamen fast 200 Aussteller und insgesamt 5.000 Besucher zu der Ausstellung nach Eschwege. Seit Beginn finden die Puppentage in der Eschweger Stadthalle statt. Während der Renovierungsphase wichen die Aussteller in die Hallen am Oberstufengymnasium aus. Inzwischen sind zur Stadthalle auch Dünzebacher Torturmhalle und Jahn-Turnhalle dazugekommen.

Öffnungszeiten: Am Samstag sind die Hallen von 10 bis 18 Uhr geöffnet, am Sonntag von 10 bis 16 Uhr. Der Eintritt kostet 10 Euro.

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