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Johannisfest: Guter Besuch, hohe Inzidenz

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Von: Tobias Stück

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Gut besucht war der Rummel zum Johannisfest an allen Tagen. Besonders mit dem Samstag waren die Schausteller unabhängig voneinander zufrieden.
Gut besucht war der Rummel zum Johannisfest an allen Tagen. Besonders mit dem Samstag waren die Schausteller unabhängig voneinander zufrieden. © Julia Dilling-Neitzel

Nach Pandemie-Pause fand das Eschweger Johannisfest wieder statt. Massen sind zu dem beliebten Volksfest geströmt. Wir ziehen Bilanz.

Eschwege – Große Zufriedenheit bei Schaustellern, Wirten und der Brauerei. Nach zwei Ausfällen ist das Johannisfest so gut gelaufen, wie auch vor der Pandemie schon lange nicht mehr. Sorgen macht sich das Gesundheitsamt des Werra-Meißner-Kreises. Das größte Volksfest der Region ist in eine Phase von ohnehin steigenden Corona-Fallzahlen gefallen.

Coronazahlen

Sehr viel mehr Menschen haben sich Dienstag und Mittwoch wegen positiver Schnelltests zum PCR-Test bei den Hausarztpraxen gemeldet, berichtet das Gesundheitsamt. Das Johannisfest seit aber nicht der einzige Treiber. „Durch den Wegfall der Maßnahmen finden im Arbeitsleben und Privatleben sehr viel mehr Kontakte statt, daher steigen die Fallzahlen ohnehin“, heißt es vonseiten des Gesundheitsamtes. Geschlossene Innenräume seien weiterhin als „infektiologisch riskanter“ anzusehen. Hier liege die Verantwortung beim Bürger. „Durch das Tragen einer FFP2-Maske, könne man auch hier sein Infektionsrisiko minimieren“, schreibt das Gesundheitsamt.

Rummelplatz

Vom erfolgreichsten Rummelgeschäft seit er in den Familienbetrieb eingestiegen ist, spricht Marvin Schellberg. Der Kasseler Unternehmer, dessen Oma aus Eschwege stammt, war selbst mit dem Fahrgeschäft Scirocco vor Ort. Andere Familienmitglieder hatten Imbiss, Süßwaren und Ausschank auf dem Eschweger Festplatz angeboten. Auch von ihnen hat er positive Rückmeldungen bekommen. „Wir sind sehr, sehr zufrieden“, sagt er. Auch andere Schausteller bestätigen, dass dieses Jahr die Umsätze vorangegangener Johannisfeste übertroffen hat. „Wir haben allerdings auch Glück mit dem Wetter gehabt“, sagt beispielsweise Otto Wendler vom Kettenkarussell Wellenflug. Fast kein Regen, häufig Sonnenschein. Der Samstag sei der beste Tag gewesen, weil die Temperaturen bis in die Nacht angenehm waren. „Dieses Jahr war eine ganze Ecke besser als sonst“, sagt der Mann, der in sechster Generation Schausteller ist und dessen Familie seit den 1970er-Jahren nach Eschwege kommt. Die Verluste der vergangenen beiden Pandemiejahre konnte das gute Ergebnis nicht wettmachen.

Bierabsatz

Unweigerlich mit dem Johannisfest ist das Eschweger Bier verbunden. Schon in den Anfängen des Festes spendierte die Stadt den Schülern einige Krüge davon. Der Bierabsatz ist auch immer ein Indiz für die Besucherzahlen zum Fest. Nach Angaben von Festwirt Steffen Reinhardt wurde im Zelt etwas weniger Bier getrunken als in anderen Jahren. Dafür sei gerade der Montag verantwortlich gewesen, an dem normalerweise so viel Bier ausgeschenkt wird wie am Samstag und Sonntag zusammen. Viele Firmen seien am Montag aber nicht ins Zelt gekommen. „Das Geschehen hat sich mehr in die Biergärten verlagert“, sagt Reinhardt. Nächstes Jahr will er auch mehr Fläche vor dem Zelt anbieten. Die Wirte in der Innenstadt – die fast alle Freiluft-Plätze anboten – waren indes mit der Besucherzahl zufrieden, wie eine stichprobenartige Abfrage zutage brachte.

Von Tobias Stück

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