„Frühstück mit Wolf“

Junges Theater hat nach eineinhalb Jahren Pause wieder eine Premiere

Sie trotzen sowohl dem Wolf als auch Corona: (v.l) Heiko Alsleben, Rosie Schmerbach und Angelique Weck als drei kleine Schweinchen in „Frühstück mit Wolf“
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Sie trotzen sowohl dem Wolf als auch Corona: (v.l) Heiko Alsleben, Rosie Schmerbach und Angelique Weck als drei kleine Schweinchen in „Frühstück mit Wolf“

Nach anderthalb Jahren Pause ist es für das Junge Theater Eschwege wieder Zeit. Mit ihrem neuen Stück „Frühstück mit Wolf“ kehren die Schauspieler am 28. August zurück auf die Bühne.

Eschwege – „Wir sind drei kleine Schweinchen und lieben die Natur, unsere größte Leidenschaft ist Architektur!“ Die drei Schweinchen Fässchen, Borste und Schmalz, gespielt von Heiko Alsleben, Rosie Schmerbach und Angelique Weck, sind voller Tatendrang, sich jeder ein eigenes Haus zu bauen, wäre da nicht der böse Wolf namens Wolf-Dieter (Nicole Wolf), der besonders kleine Schweinchen überaus schmackhaft findet.

Nachdem die Premiere von „Ein Käfig voller Narren“ am 6. März 2020 noch reibungslos über die Bühne ging, mussten die folgenden Veranstaltungen abgesagt und der Spielbetrieb eingestellt werden. „Wir haben es nach der Premiere schon geahnt. Das war für uns das Horrorende“, erinnern sich Sebastian Perels und Heiko Alsleben. Wie sollte es nun also weiter gehen? Online? Viele Theater hatten so versucht, den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten, doch das kam für Perels und Alsleben überhaupt nicht infrage: „Das ist nicht das, was Theater ausmacht. Die Reaktionen der Zuschauer fehlen uns und für die Zuschauer ist es wie Fernsehen gucken“.

Auch finanziell stand erst mal ein großes Fragezeichen über dem Kopf von Sebastian Perels, der auch die Funktion des Kassenwarts innehat. Das Junge Theater finanziere sich zu neunzig Prozent aus Einnahmen durch Kartenverkauf, Spenden und Mitgliedsbeiträgen. Würde das Geld noch für die Miete reichen? Doch mit zahlreichen Spenden von Eschwegern und unter anderem dem Lions Club war Rettung in Sicht. „Eschwege hat es gut mit uns gemeint.“ Hinzu kam der coronalockere Sommer 2020, der die Hoffnung wieder aufkeimen ließ.

Dort wurde die Idee für ein neues Stück mit kleiner Besetzung geboren. Umgesetzt wird die Idee nun bei „Sommer auf dem Werdchen“. Das Junge Theater ist als Theatergruppe Teil der 90 Veranstaltungen auf dem Werdchen und freut sich sehr über die Veranstaltungsreihe. Dazu merkt Perels an: „Für viele Anwohner sind so viele Veranstaltungen bestimmt schwierig, aber man darf nicht vergessen, dass die meisten Künstler anderthalb Jahre keine Einnahmen hatten. Für viele geht es hier ums Überleben.“

Termine und Tickets

„Frühstück mit Wolf“ ist am Samstag, 28. August um 14.30 Uhr und um 16.30 Uhr sowie Sonntag, 29. August, ebenfalls um 14.30 Uhr und 16.30 Uhr auf der Hofbühne auf dem Werdchen zu sehen. Das Stück dauert rund 50 Minuten und ist für Kinder ab drei Jahren aber auch für Erwachsene geeignet.

Tickets gibt es unter kultur-eschwege.de oder an den bekannten Vorverkaufsstellen am E-Werk, Buchhandlung Heinemann, Lotto Wagner, Touristinfo Eschwege und Brombeermanns Griffelstube Wanfried. Außerdem gibt es eine Tageskasse. Die Tickets kosten für Erwachsene zehn Euro und für Kinder acht Euro. Außerdem ruft das Junge Theater auf, dass Tickets für die ausgefallenen Veranstaltungen von „Ein Käfig voller Narren“ noch zurückgegeben werden können. „Es ist noch nicht sicher, ob das Stück noch einmal aufgeführt werden kann“, erklärt Sebastian Perels. Deswegen können die Tickets ihre Gültigkeit nicht behalten. (asc)

Heiko Alsleben, der bei „Frühstück mit Wolf“ ebenfalls Regie führt, erzählt, dass es die Mitglieder nicht abwarten konnten, wieder zu spielen, weswegen es auch kein Problem gewesen sei, das Stück zu besetzen. „Anfangs dachte ich, es ist schön, eine kleine Pause vom Theater zu haben, aber nach kurzer Zeit war mir klar, ich muss wieder auf die Bühne!“

Das Stück beinhaltet vier Songs, die von den Schauspielern entweder live oder als Playback zum Besten gegeben werden, da stehe die Entscheidung noch aus. Wegen der Aerosole habe man die Songs in Kooperation mit dem Medienwerk aufgenommen. „Das sind echte Ohrwürmer“, müssen Alsleben und Perels zugeben.

Nach vielem Auf und Ab steht am Ende „ein lustiges Stück, das Klein und Groß begeistern wird und einen super Ferienabschluss bildet.“ (Anna Schellhase)

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