Nummer eins in Hessen

Kardiologie im Klinikum Werra-Meißner belegt Spitzenplatz

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Dr. Peter Schott: Auf Platz eins im hessenweiten Ranking.

Eschwege/Witzenhausen. Das Klinikum Werra-Meißner ist bei der Linksherzkathetermedizin im AOK-Ranking die Nummer eins in Hessen. Das hat eine neue Studie ergeben.

Diese wurde jetzt in Eschwege vorgestellt.

Auch in den übrigen Medizinfeldern erzielte das Klinikum mit den Standorten Eschwege und Witzenhausen überdurchschnittliche Ergebnisse. Bestnoten vergab die AOK auch für Blinddarmentfernung, Kniegelenkersatz und hüftgelenksnaher Oberschenkelbruch.

Für Geschäftsführer Professor Dr. Ulrich Vetter zeigt die Studie, dass auch kleine Kliniken sehr gute Resultate erzielen können. „Wir freuen uns, dass wir auch in diesem Jahr wieder überdurchschnittliche Ergebnisse vorweisen können.“

Die Studie ist in den AOK-Navigator eingearbeitet, die Patienten bei der Suche des richtigen Krankenhauses hilft: aok-gesundheitsnavi.de/krankenhaus.15.de.html

„Einen vorgesehenen Eingriff einfach in der nächstgelegenen Klinik vornehmen zu lassen, kann ein Risiko sein, wenn man nichts über den dortigen Qualitätsstandard weiß“, sagte Stefan Fischer von der AOK während der Präsentation in Eschwege. Er empfiehlt: „Dann doch lieber das 60 Kilometer entfernte Haus wählen, in dem es beim gleichen Eingriff sehr viel weniger Komplikationen gibt.“

Auch in den übrigen untersuchten Bereichen wie Entfernung der Gallenblase und Binddarmoperation schnitt das Klinikum überdurchschnittlich gut ab, allerdings ohne dass es zur Bestnote gereicht hätte. Besonders an der AOK-Studie ist die Bewertung der Folgebeobachtung nach dem Klinikaufenthalt. Dr.Peter Schott hat es mit der Linksherzkathetermedizin am Klinikum Werra-Meißner auf Platz eins im Ranking der AOK-Hessen geschafft.

Dr. Michael Korenkov

Auch für die Arbeit der Chefärzte Professor Dr. Michael Korenkov und Dr. Peter Jürgensmeier vergibt die Studie der Allgemeinen Ortskrankenkasse Bestnoten. In den Abteilungen der Mediziner in Eschwege und Witzenhausen wird - so sagt es die Erhebung der Krankenkasse - überdurchschnittlich gute Arbeit geleistet. Für Geschäftsführer Professor Dr. Ulrich Vetter ist das ein Zeichen dafür, dass wirtschaftlicher Erfolg und medizinische Leistung in einem Zusammenhang stehen. „Nur ein wirtschaftlich gesundes Krankenhaus hat solche Ergebnisse“, sagt Vetter.

Neben Dr. Schotts Spitzenplatz sticht vor allem ein Ergebnis seines Kollegen Dr. Korenkov hervor. Bei den Blinddarmentfernungen liegt das Klinikum Werra-Meißner hessenweit auf Rang sieben. Auch in den übrigen Medizinfeldern tauchen die Krankenhäuser in Eschwege und Witzenhausen größtenteils unter den ersten zwanzig auf, belegen ansonsten aber wenigstens Plätze im ersten Drittel oder im Mittelfeld.

Angesichts der großen Zahl der AOK-Versicherten, die im Klinikum Werra-Meißner behandelt werden, nach Angaben Professor Vetters ist das knapp die Hälfte, hat die Studie für die beiden Krankenhäuser einige Aussagekraft. Und für die weitere Entwicklung wohl auch Bedeutung. „Die Patienten informieren sich vor einem Krankenhausaufenthalt zunehmend über die Kliniken und sehen sich auch solche Studien an“, weiß Professor Vetter.

Interessant sind für den Geschäftsführer vor allem die nachklinischen Beobachtungen. Qualitätssicherung während des Klinikbesuchs gebe es intern schon. Mit der Langzeitbetrachtung werde jetzt die Nachhaltigkeit der Arbeit bewertet. Und für die Zukunft weiß Vetter: Bei den Budgetverhandlungen mit den Krankenkassen hilft das gute Abschneiden.

Von Harald Sagawe

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