„Rau, aber herzlich“

Kneipenwirt und Tischtennisspieler Dieter Stundzig wird am heutigen Freitag 80

Feiert heute: der Gastwirt Dieter Stundzig, hier mit einem
+
Feiert heute: der Gastwirt Dieter Stundzig.

Er ist im gesamten Werra-Meißner-Kreis bekannt wie der berühmte bunte Hund – der Kneipenwirt und Tischtennisspieler Dieter Stundzig, der heute seinen 80. Geburtstag feiert.

Eschwege – Fast 50 Jahre war Dieter Stundzig in Eschwege und Bad Sooden-Allendorf in der Gastronomie tätig, sogar noch etwas länger spielte er in verschiedenen Vereinen Tischtennis. Seit 2014 genießt er seinen Ruhestand.

Er nahm und nimmt es seinen Gästen, Freunden und Bekannten nicht übel, wenn sie ihn als Unikum bezeichnen. Denn Dieter Stundzig ist nicht nur in aller Welt durch seine Reibeisen-Stimme, seine burschikose und resolute Wesensart bekannt, „rau, aber herzlich“ umschreibt er selbst seinen Umgangston mit aller Welt – böse war ihm deshalb niemand.

Er lernte bei Schulz im Alten Steinweg Glaser und fand in Kassel eine erste Beschäftigung. Zwei Jahre Soldat bei den Fallschirmjägern in Calw folgten.

1965 dann die Wende in Stundzigs Leben, der Einstieg in die Gastronomie. Zunächst als Geschäftsführer im Wiener und im Oberbayern. „Von Ernst Andreas und Karl Montag kam der Vorschlag, ich solle mich doch selbstständig machen“, erinnert sich Stundzig. Er tat es, übernahm 1967 von Hans Prehm den Goldenen Stern in der Brückenstraße. Bis 1973, dann im März für 21 Jahre der Umzug nach Bad Sooden-Allendorf in das Salineneck in Sooden, das er bis 1994 führte

So richtig bekannt wurde der Wirt Dieter Stundzig aber, als er einen Hotel-Betrieb übernahm, zur Gaststätte Oberbayern umbaute und mit Hilfe von Jutta Drescher zu einem gut besuchten Treffpunkt im Stadtteil Sooden machte.

„Jutta hat mir damals sehr geholfen, ich habe meiner Lebensgefährtin viel zu verdanken“, erinnert Stundzig an diese Zeit, als sich das Oberbayern mit Livemusik, Grill-Festen, deftiger Hausmannskost und Ausflugs-Fahrten in die ganze Republik vor allem unter den Kurgästen einen großen Kundenstamm aufbaute.

Unter seinen Gästen sprach es sich schnell herum: „Beim Stundzig ist immer was los!“. Bis 2014, dann schloss das Oberbayern seine Pforte für immer. „Ich bekomme heute noch Nachrichten von einigen ehemaligen Gästen. Viele kamen als Fremde und gingen als Freunde“, erinnert sich Dieter Stundzig, der auch einige Jahre im Vorstand des Hotel- und Gaststättenverbandes der Region tätig war, der ihm dafür den Ehrenbrief überreichte.

Seit frühester Jugend ist Dieter Stundzig Tischtennis-Spieler. Zuerst beim TV 1861 Eschwege, „wo ich mit Spielern wie Heinemann, Ernesti, Bock und Rabus in einer Mannschaft spielte“. Ab 1973 trat Stundzig dann für die TSG Bad Sooden-Allendorf an die Platte, einige Jahre auch für den TTC Albungen. Auch die Fußball-Abteilung der TSG konnte sich auf seine Mitarbeit verlassen. Dieter Stundzig, auf seine berufliche und sportliche Karriere zurückblickend: „Ich habe nichts zu bereuen, ich würde alles wieder so machen!“.

An die 40 Jahre als Gastwirt in der Badestadt denkt Stundzig besonders gern zurück, „weil ich viele gute Kontakte zu den Bürgern, den Gästen und zur Verwaltung hatte, die mich im Rahmen ihrer Möglichkeiten unterstützt haben“. (Siegfried Furchert)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.