Verhandlung in Eschwege

Kommentar zum Freispruch der Witzenhäuser Studenten: "Mutiger Schritt"

Witzenhausen/Eschwege. Die drei Witzenhäuser Studenten, gegen die am Donnerstag vor dem Amtsgericht Eschwege verhandelt wurde, sind freigesprochen worden. Ein Kommentar dazu von Sina Beutner aus der HNA-Redaktion Witzenhausen.

Egal, wie man den Prozess gegen die Studierenden bewertet: Das, was sie vor Gericht und bei ihren Protestaktionen getan haben, hat die Öffentlichkeit aufgeweckt.

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Einspruch gegen den Strafbefehl einzulegen, die Anklage gegen sich ganz bewusst öffentlich zu machen und dutzende Interviews zuführen, war sicher kein leichter Schritt für drei so junge Menschen. Ihre Namen werden trotz des Freispruchs immer mit dem Prozess gegen sie verbunden sein. Das Verfahren fallen zu lassen – wie zwischenzeitlich von der Staatsanwaltschaft vorgeschlagen – kam für sie schon deshalb nicht in Frage. Alle drei Angeklagten sprachen bewegende Schlussworte, in denen sie etwa eine Welt beschrieben, in der es keine Überproduktion gibt, weil Lebensmittel am Bedarf orientiert hergestellt werden. Containern wäre dann überflüssig. Den Prozess empfinden sie deshalb als absurd.

Unabhängig davon, ob man gutheißt, wofür die Studierenden stehen – sie haben Ideale und setzen sich für eine bessere Welt ein. Das sollte man den drei jungen Menschen anerkennen.

Mail an Sina Beutner: sib@hna.de

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