Am 26. September

Kommunen suchen zurzeit noch Helfer für die Bundestagswahl

Ehrenamtliche Wahlhelfer werden noch in vielen Wahlbezirken des Werra-Meíßner-Kreises gesucht. Die Auszählung von abgegebenen Stimmen per Brief dürfte auch bei der Bundestagswahl zunehmen.
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Ehrenamtliche Wahlhelfer werden noch in vielen Wahlbezirken des Werra-Meíßner-Kreises gesucht. Die Auszählung von abgegebenen Stimmen per Brief dürfte auch bei der Bundestagswahl zunehmen.

Ohne ehrenamtliche Helfer läuft bei den Wahlen nichts. Nach der Kommunalwahl in diesem März geht die Sucher nun zur Bundestagswahl am 26. September von Neuem los.

Werra-Meißner – Während in Ringgau und Weißenborn ein Großteil der Wahlhelfer schon feststehen und es auch Wanfried in der Regel keine Probleme gibt, Wahlhelfer zu organisieren, läuft in anderen Kommunen die Suche noch oder gerade an, etwa in Meinhard.

In der Kreisstadt Eschwege werden zum Beispiel noch für alle 19 Wahlbezirke in den sieben Stadtteilen Wahlhelfer gesucht, wie die Stadtverwaltung mitteilt. Insgesamt werden 200 gebraucht. Die Stadt Sontra benötigt 150 Wahlhelfer – für gut die Hälfte davon wurden Helfer gefunden, so Sprecher Alexander Dupont. Was genau hinter dieser Aufgabe steckt? Dazu beantworten wir die wichtigsten Fragen.

Wer kann Wahlhelfer werden?

Jeder, der wahlberechtigt ist, darf Wahlhelfer werden. Ausnahme bilden jene, die selbst für ein Amt antreten. In diesem Fall wären das die Kandidaten aus unserem Wahlkreis 169, die sich für das Abgeordnetenamt im Bundestag bewerben. Die Unterstüzung der Wahlhelfer ist unerlässlich, denn sie bilden das Fundament der Selbstorganisation einer Wahl durch das Volk und damit auch der Demokratie. Leider sind inziwischen immer weniger Bürger freiwillig bereit, diese Aufgabe ehrenamtlich zu übernehmen, heißt es von Seiten der Kreisstadt.

Wie setzt sich der Wahlvorstand zusammen?

Alle Wahlhelferinnen und Wahlhelfer sind Mitglieder in den Wahlvorständen. Für jeden Wahlraum besteht der Vorstand aus einer Vorsteherin oder einem Vorsteher, einer Stellvertretung, Schriftführern und weiteren Beisitzern.

Ich wurde zum Helfer berufen, kann ich ablehnen?

Zur ehrenamtlichen Übernahme des Wahlhelferpostens ist jeder verpflichtet. Melden sich zu wenige Menschen freiwillig für diese Aufgabe, können Wahlhelfer auch berufen werden. Das passiert in der Regel durch das Zufallsprinzip. Ablehnen können die Einberufenen das Amt dann nur aus guten Gründen, zum Beispiel wegen der Pflege von Familienmitgliedern, aus Krankheitsgründen, wegen einer Behinderung oder aus dringenden beruflichen gründen.

Welche Aufgaben hat ein Wahlhelfer?

Die Wahlhelfer sind bereits vor der Eröffnung der Wahllokale vor Ort und bereiten alles vor. Gearbeitet wird in der Regel in Schichten. Im Großen und Ganzen sorgen sie für einen ordnungsgemäßen Vorgang bei der Wahl und im Wahlraum, sie überprüfen die Wahlscheine, geben die Stimmzettel aus und achten darauf, dass die Wahl geheim vonstatten geht. Am Ende des Tages zählen die Helfer die Stimmen aus und melden die Ergebnisse an die zuständige Wahlbehörde. Die Mitglieder der Briefwahlvorstände beschäftigen sich dagegen nicht mit dem Ablauf der Wahl, sondern zählen am Wahltag ab 18 Uhr dann die Stimmzettel des jeweiligen Briefwahlbezirks aus.

Werden die Wahlhelfer entsprechend geschult?

Ja. Wahlhelfer benötigen keine Vorkenntnisse, sie werden in ihre Aufgaben dann vor der Wahl geschult. In Ringgau zum Beispiel findet die Schulung eine Woche vor der Wahl statt. Häufig sind bereits erfahrene Wahlhelfer mit dabei, die zusätzlich unterstützend zur Seite stehen.

Müssen die Wahlhelfer gegen Corona geimpft sein?

Nein, eine Coronaimpfung ist nicht nötig, wie zum Beispiel die Kommunen Eschwege, Ringgau, Sontra und Weißenborn mitteilen.

Wie werden Wahlhelfer entlohnt?

Wahlhelfer erhalten für ihren Einsatz eine Aufwandsentschädigung. Gemäß der Bundeswahlverordnung liegt dieses sogenannte Erfrischungsgeld für die Wahlhelfer bei 25 Euro, der Vorsitzende erhält 35 Euro. Werden die Helfer darüber hinaus außerhalb ihrers Wahlbezirks tätig, werden laut der Verordnung auch die Fahrtkosten erststattet.

Wer Interesse hat, sich bei der Bundestagswahl als Helfer zu engagieren, kann sich bei seiner jeweiligen Stadt- oder Gemeindeverwaltung melden. (Jessica Sippel)

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