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Carsten Werners Buch „Dream-Soul-Therapy“ erscheint als E-Book

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Das Eschweger Rathaus ist einer der Schauplätze in Carsten Werners winterlicher Geschichte. Ausgedruckt nimmt der Text viel Platz in einem Ordner ein.
Das Eschweger Rathaus ist einer der Schauplätze in Carsten Werners winterlicher Geschichte. Ausgedruckt nimmt der Text viel Platz in einem Ordner ein. © EDEN SOPHIE RIMBACH

Der Krimi auf mehreren Ebenen spielt an Schauplätzen im Werra-Meißner-Kreis. Die ernste Thematik wird mit humoristischen Elementen angereichert.

Eschwege – Eine Entführung, Erlebnisse während einer Schlaftherapie und Schauplätze, die Lesern aus dem Werra-Meißner-Kreis trotz verfremdeter Namen bekannt vorkommen dürften: Das alles vereint Carsten Werner in seinem Buch „Dream-Soul-Therapy“.

Der 49-jährige Eschweger hat im Selbstverlag zwei zusammengehörende Geschichten als E-Book veröffentlicht. Das digitale Buch umfasst 660 Seiten und ist im Internet bei Anbietern wie Amazon sowie als Taschenbuch (print on demand) erhältlich. Geeignet sind die Geschichten laut des Autoren für Leser ab 17 oder 18 Jahren.

Entführung, Mord und Schlaftherapie

In der ersten Geschichte folgt der Leser dem Familienvater Tobias Marbach, dessen Sohn Janik nach einer Entführung bei der Übergabe erschossen worden ist. Hilfe findet Marbach schließlich in einer Schlaftherapie, bei der seine Träume aufgezeichnet, von einem Autor bearbeitet und ihm danach vorgelegt werden. Am Werratalsee sitzend liest sich Marbach durch, wie sich sein Unterbewusstsein die Erlebnisse des entführten Sohnes vorstellt.

„Derjenige, der hier wohnt, der weiß, dass es Eschwege ist“, sagt Werner über die Stadt Kiefernfelde, in der Marbach in einem Hochhaus lebt. Aus Bad Sooden-Allendorf wurde Salinendorf und aus Kassel Wilhelmshöhe. Doch der Meißner komme ebenso wie ein Schloss vor.

Humorvoll, nicht bitterernst

Nahe des Schlosses ist die Waldhütte in der zweiten Geschichte angesiedelt. Im Fokus steht die Entführung Janiks, der im Traum Benjamin heißt. Wie der Autor erklärt, tauchen tagesaktuelle Ereignisse wie der Krieg und die Situation Geflüchteter auf, da das Unterbewusstsein dem Träumenden Streiche spiele.

Im Winter spielt Werners Geschichte. Cover: Privat/nh
Im Winter spielt Werners Geschichte. Cover: Privat/nh © Privat

Die Frage danach, wie es dazu kommen kann, dass das Opfer einer Entführung so weit gehen würde, den Täter schützen zu wollen, habe laut Werner vor etwa 30 Jahren den Anreiz zur Geschichte gegeben. Aufgelöst werde diese Frage im Text, wie der 49-Jährige verrät. Sein Buch sei dabei nicht bitterernst, sondern hauptsächlich humorvoll geschrieben.

Als Leser wolle der Eschweger selbst von Krimis unterhalten werden. Das wünscht er auch seinen Lesern, die aufgrund mehrerer kleiner Geschichten und durch markierte Zeitsprünge auch ihr Gehirn anstrengen müssten.

Situationskomik gebe es laut dem Autor beispielsweise in einer Szene, in der der Entführer das Rathaus aufsucht. Das ergebe sich, weil seine Figuren nicht als Maschinen, sondern einfach als Menschen handeln würden. Dazu trage auch die Weihnachtsstimmung in den Geschichten bei.

Autor hat die Geschichten bereits vor 30 Jahren entwickelt

Die Geschichte hinter „Dream-Soul-Therapy“ begleitete ihn schon mit etwa 18 Jahren. Er schrieb den Text während der Coronapandemie dann innerhalb von drei Monaten jeweils nach der Arbeit nieder. Anstelle eines Lektorats las seine Frau den Text. Die Covergestaltung übernahm er selbst.

Werner musste die Geschichte durch technische Veränderungen wie das Internet und Handys in den vergangenen 30 Jahren an die heutige Zeit anpassen. Einige psychologische Aspekte und Begriffe habe er zwar online überprüft, vieles sei jedoch eher Fantasy oder Science-Fiction.

Die Gegebenheiten an den Orten, die er sich im Kreis ausgesucht hatte, konnte er dagegen einfach überprüfen. Mit Fachwerk und dem nordhessischen Bergland biete die Region gerade für eine Geschichte in der Winterzeit viele Schauplätze.

(Eden Sophie Rimbach)

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