Suche nach neuen Vorstand gescheitert

Kulturbund löst sich im Sommer auf

Hört auf: Nach 42 Jahren im Vorstand, tritt Johannes Loch nicht mehr an. Foto: nh

Eschwege. Die Mitglieder des Kulturbunds Eschwege haben am Dienstagabend in der Stadthalle die Auflösung des Vereins zum 30. Juni dieses Jahres beschlossen.

Zuvor war die Wahl eines neuen Vorstandes gescheitert, nachdem das bisherige Führungsgremium eine erneute Kandidatur geschlossen abgelehnt hatte.

Die endgültige Auflösung des Vereins setzt eine Wiederholung des Beschlusses vom Dienstagabend voraus. Die Mitglieder sind deswegen zu einer weiteren Versammlung eingeladen, die am 24. Februar in der Stadthalle stattfindet. Beginn ist um 19 Uhr. Johannes Loch, seit 55 Jahren für den Kulturbund tätig und seit 42 Jahren Vorsitzender, wurde zum Liquidator bestimmt.

Loch und sein Vorstandskollege Matthias Sadowsky hatten zuvor die intensive, jahrelange und schließlich doch vergebliche Suche nach einem neuen Vorsitzenden beschrieben. „Seit 15 Jahren sind wir bemüht, einen neuen Vorstand zu finden; wir haben eine Vielzahl von Personen im gesamten Werra-Meißner-Kreis angesprochen“, sagte Loch. Dass der Vorsitz des Vereins aufwändig und zeitintensiv ist, insbesondere, um das Programm zu gestalten, und auch deswegen die Nachfolgesuche ohne Erfolg blieb, beschrieb Matthias Sadowsky: „Das ist ein langes Ringen mit Agenturen und Geldgebern.“ In der Folge scheiterte auch der Versuch, den Kulturbund der Volkshochschule anzugliedern oder unter der Regie des Kultursommers Nordhessen weiterzuführen. Loch und Sadowsky sowie die übrigen Vorstandsmitglieder Dr. Peter Oettel und Franz Schuller machten deutlich, dass aus Altersgründen keine neue Kandidatur in Frage kommt.

In seiner Funktion als Liquidator wird Loch den Verein jetzt bis Mitte des Jahres abwickeln müssen, vorausgesetzt, die Mitgliederversammlung wiederholt ihren Beschluss. Dazu gehört es auch, die Schulden des Vereins in Höhe von knapp 8500 Euro auszugleichen. (hs)

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