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Werra-Meißner: Schulen bekommen Lüfter, 69 von 890 Klassenräumen bisher versorgt

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Von: Tobias Stück

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In der Struthschule wurde einer der ersten neun Lüfter eingebaut. Den Einbau für 890 Klassenräume insgesamt haben Dr. Rainer Wallmann und Peter Brengel (Werra-Meißner-Kreis) in Auftrag gegeben.
In der Struthschule wurde einer der ersten neun Lüfter eingebaut. Den Einbau für 890 Klassenräume insgesamt haben Dr. Rainer Wallmann und Peter Brengel (Werra-Meißner-Kreis) in Auftrag gegeben. © Tobias Stück

In 69 von 890 Klassenräumen wurden bereits Raumlüfter angebracht. Der Einbau in Schulen im Werra-Meißner-Kreis soll im Sommer abgeschlossen sein.

Werra-Meißner – In den Sommerferien sollen die letzten Lüfter zum Austausch der Raumluft in den Klassenräumen der Schulen im Werra-Meißner-Kreis eingebaut sein. Das erklärt der Kreisausschuss auf Anfrage unserer Zeitung. Bislang sind in 69 Klassenräumen Lüftungsanlagen installiert. 890 Räume müssen insgesamt ausgestattet werden.

Der Werra-Meißner-Kreis hatte sich im Oktober dazu entschieden, seine Schulen mit dezentralen Lüftungsanlagen auszustatten. Mit den Ventilatoranlagen soll das Stoß- und Querlüften ersetzt werden. An einem Ende der Fensterfront wird im Klassenzimmer ein fünfstufiger Ventilator eingebaut.

Durch das Kippen eines Fensters am anderen Ende der Fensterfront wird ein Luftaustausch angestoßen. „Frischluft strömt durch das gekippte Fenster ein, verwirbelt im Klassenzimmer und die verbrauchte Luft wird durch den Ventilator abgeführt“, erklärt Wallmann.

Bis zu 600 Kubikmeter Luft können die handelsüblichen Industrielüfter innerhalb einer Stunde austauschen. Ein Filterwechsel wird hier nicht notwendig. Für das dezentrale Lüftungssystem gibt es zwei Betriebsweisen: Außerhalb der Heizperiode kann es während des gesamten Unterrichts auf Stufe eins durchlaufen.

Im Winter, wenn in den Klassenzimmern die Heizungen laufen, genügt es nach Angaben von Peter Brengel, Leiter des Gebäudemanagements des Kreises, den Ventilator einmal pro Unterrichtsstunde für drei bis sechs Minuten auf einer höheren Stufe einzuschalten.

Bei dem Einbau ist es zu Verzögerungen gekommen. Nach Informationen aus dem Herbst sollte der Einbau von weiteren Lüftern im Dezember begonnen werden. Tatsächlich wurde der Einbau der ersten Ventilatoren erst im Februar abgeschlossen. Die Grundschule Am Brunnen vor dem Tore in Bad Sooden-Allendorf hatte 28 Lüfter bekommen. Bereits in den Sommerferien wurden neun Geräte in den Testschulen in Walburg (Meißnerlandschule), Eschwege (Struthschule) und Witzenhausen (Kesperschule) eingebaut. Im letzten Jahr wurde die Rhenanusschule in Bad Sooden-Allendorf mit 32 Raumluftanlagen ausgerüstet.

„Die bisherigen Rückmeldungen der bereits eingebauten Lüftungsanlagen sind überwiegend positiv“, sagt Baudezernent und Vize-Landrat Dr. Rainer Wallmann. Bei fachgerechtem Einsatz seien „deutliche Vorteile und Komfortgewinne“ durch das effizientere Lüftungssystem gegenüber dem klassischen Fensterlüften zu erwarten. Da nur noch ein Fenster temporär gekippt werden müsse, werde man voraussichtlich auch einen Beitrag zur Einsparung von Heizenergie erreichen.

Priorität beim Einbau haben derzeit die 430 Räume für Schüler der Klassen 1 bis 6. Später folgen die anderen Räume. Ein Gerät kostet inklusive Einbau rund 2000 Euro. Für die Klassen 1 bis 6 stellt der Bund eine Förderung von bis zu 80 Prozent in Aussicht. Mehrere Unternehmen aus der Region sind derzeit gleichzeitig mit dem Einbau beauftragt. In den Osterferien soll mit dem Einbau weiterer Lüfter begonnen werden.

Von Tobias Stück

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