37-Jähriger muss zweieinhalb Jahre ins Gefängnis

Mann akzeptiert Urteil des Amtsgerichts: Vergewaltiger geht nun doch hinter Gitter

Kassel/Eschwege. Ein 37 Jahre alter Vergewaltiger hat seine Berufung gegen ein Urteil des Eschweger Amtsgerichtes in der Verhandlung vor dem Landgericht Kassel zurückgezogen.

Wegen Vergewaltigung muss er jetzt für zweieinhalb Jahre hinter Gitter.

Das Amtsgericht hatte den polnischen Familienvater im April zu dieser Strafe verurteilt, weil er im Dezember 2014 im Pausenraum eines Metallbetriebes in Wehretal-Reichensachen eine damals 18-jährige Praktikantin vergewaltigt hatte.

Beide waren damals bei dem Unternehmen beschäftigt. Als der Mann im Pausenraum allein mit der jungen Frau war, wollte er sie zum Oralverkehr zwingen, was die so Bedrängte aber abwehren konnte. Daraufhin vergewaltigte der mittelgroße, aber kräftige Mann sein Opfer bis zum Samenerguss.

In der Berufungsverhandlung vor der 9. Strafkammer des Landgerichtes hatte die Staatsanwaltschaft gleich zu Beginn deutlich gemacht, dass das Urteil des Amtsgerichtes angemessen sei, ein Strafnachlass sei nicht möglich.

Nach kurzer Beratung mit seinem Verteidiger zog der Angeklagte seine Berufung zurück, wie es ihm auch Richter Liebermann empfohlen hatte. Das Urteil des Amtsgerichts ist damit rechtskräftig. Der dreifache Familienvater ist mit Frau und Kindern inzwischen nach Gelsenkirchen verzogen. Ob er die Freiheitsstrafe nun in Kassel oder in Nordrhein-Westfalen verbüßen muss, ist offen.

Der Mann, der trotz einiger Jahre in Deutschland nur schlecht Deutsch spricht, war weder hier noch zuvor in seinem Heimatland straffällig geworden. Ausschlaggebend dafür, dass er dennoch keine Bewährungsstrafe erhielt, war der Umstand, das sein Opfer bis heute psychisch stark unter den Folgen der Vergewaltigung leidet. Vor dem Landgericht hatte sich die junge Frau von ihrer Verteidigerin vertreten lassen.

Rubriklistenbild: © David Ebener/Archiv

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