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Sieben Menschen mit Beeinträchtigung erreichen Berufsqualifizierung bei Werraland

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Von: Tobias Stück

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Sie hat ihren Wunschberuf in der Werraland-Werkstatt gefunden: Jana Martin (Mitte) betreut und begleitet hilfebedürftige Menschen, wie hier Sophie und Christian, beim gemeinsamen Spaziergang im Schnee.
Sie hat ihren Wunschberuf in der Werraland-Werkstatt gefunden: Jana Martin (Mitte) betreut und begleitet hilfebedürftige Menschen, wie hier Sophie und Christian, beim gemeinsamen Spaziergang im Schnee. © Lars Winter

Sieben beeinträchtigte Menschen haben erfolgreich ihre Qualifizierungsmaßnahme im Berufsbildungsbereich (BBB) der Werraland Lebenswelten abgeschlossen.

Eschwege – „Heute ist ein Tag des Abschieds und ein Tag des Neubeginns. Wir gehen mit einem weinenden Auge, freuen uns aber sehr darauf, was kommt“, sagt Maximilian Schmandt. Er ist einer der sieben Absolventen.

27 Monate probierten sich die Teilnehmer in verschiedenen Berufsfeldern aus, absolvierten Praktika und entschieden sich dann individuell für einen der Bereiche Hauswirtschaft, Holzverarbeitung oder Garten- und Landschaftspflege. „Alle habe sich angestrengt, alle haben sich viel Mühe gegeben, wir sind gemeinsam einen guten Weg gegangen“, so Constance Henning, Leiterin des BBB.

Einen sehr guten Weg ist Jana Martin gegangen, denn die junge Frau aus Meinhard hat über den Berufsbildungsbereich ihren Traumberuf gefunden. Bereits während ihrer ersten Orientierung im Bereich Hauswirtschaft stand für die 22-Jährige fest, dass sie sehr gerne in der Betreuung hilfebedürftiger Menschen arbeiten möchte. Nach einem Praktikum in der Tagesförderstätte der Werkstatt, in der Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf betreut und begleitet werden, hat sich ihr Wunsch nochmals gefestigt. Mit dem Ergebnis, dass Jana Martin seit Mai fest als Betreuungsassistentin beschäftigt ist. „Jana ist aus unserem Team der Tagesförderstätte nicht mehr wegzudenken. Sie macht einen super Job und ist bei Kolleginnen und Klienten sehr beliebt“, sagt Michaela Harnge, Geschäftsbereichsleiterin Arbeit.

Auch Werraland-Vorstand Georg Forchmann war angetan von den großen Fortschritten, die die überwiegend jungen Teilnehmer im BBB gemacht haben. „Sie sind hier den nächsten, einen wichtigen, Schritt gegangen. Dies muss aber nicht der letzte Schritt in ihrer beruflichen Zukunft sein, denn die Lebenswelten bieten vielfältige Möglichkeiten, um sich weiterzuentwickeln und Neues zu probieren.“

So wie Maximilian Schmandt, der über den BBB den Weg zur Firma Werkmeister nach Wanfried gefunden hat und nach erfolgreichem Praktikum dort ab 12. Januar auf einem betriebsintegrierten Beschäftigungsplatz arbeiten wird. Sogenannte BIB-Plätze sind Arbeitsplätze, die von einer Werkstatt für beeinträchtigte Menschen in private Unternehmen verlagert werden.

„Ihnen allen wünsche ich, dass Sie mit viel Vorfreude in ihren jeweiligen Arbeitsbereich starten. Sie können sehr stolz auf sich sein, was Sie hier erreicht haben“, so Johanna Berg, die als REHA-Beraterin der Agentur für Arbeit für die Mittelbewilligung zur Teilhabe am Arbeitsleben beeinträchtigter Menschen zuständig ist.

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