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Johannisfest Motiv und Motto für das Eschweger Fest im Juli stehen schon

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Von: Tobias Stück

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Ein normales Johannisfest mit Stadtfest, Rummel, Festzelt und den beiden großen Umzügen der Schüler wünschen sich die Eschweger in diesem Jahr wieder – der Dietemann sicherlich auch.
Ein normales Johannisfest mit Stadtfest, Rummel, Festzelt und den beiden großen Umzügen der Schüler wünschen sich die Eschweger in diesem Jahr wieder – der Dietemann sicherlich auch. © Archivfoto: Harald Sagawe

Die Johannisfestkommission hat sich in ihrer einzigen Sitzung des Jahres dafür ausgesprochen, dass das Johannisfest 2022 vom 30. Juni bis 4. Juli stattfindet.

Eschwege – „Wir müssen aber sehen, was im Juli erlaubt sein wird“, sagt der Vorsitzende der Kommission, Stadtrat Thomas Große. Die Veranstaltung ist von einer Entscheidung des Kultusministeriums abhängig.

Um vorbereitet zu sein, hat die Johannisfestkommission am Dienstagabend das Motto und das Motiv der Johannisfestplakette für 2022 beschlossen.

Festzüge

Als Fest der Schülerinnen und Schüler mache das Johannisfest in seiner gewohnten Form nur Sinn, wenn es mit den Festzügen am Samstag und Sonntag gefeiert werden könne. Das hessische Kultusministerium hatte sowohl 2020 als auch 2021 keine außerschulischen Veranstaltungen zugelassen. Für 2022 gibt es noch keine Entscheidung. Der Betrieb des Festplatzes auf dem Werdchen von Donnerstag bis Montag und des Stadtfestes am Freitagabend liegt in der Verantwortung der Stadt Eschwege. Hier müsse kurzfristig geschaut werden, was erlaubt sei. Grundsätzlich sei das Johannisfest in seiner bekannten Form zu feiern, ein Signal an die Eschweger, dass ein Stück Normalität zurückkehre, sagte Große.

Rummel

Falls der Festplatz nicht wie gewohnt freigegeben werde, könne man über eine Alternative nachdenken. Der mit der Organisation des Festplatzes beauftragte Mitarbeiter Uwe Gondermann berichtete, dass die Schausteller in den vergangenen Monaten alternative Konzepte erprobt hätten. Denkbar sei beispielsweise eine Öffnung des Festplatzes mit Zugangskontrolle, den die Schausteller übernehmen könnten.

Motto

Motto im Festzug wird das Thema „Brücken bauen“ sein. „Das Thema ist vielseitig interpretierbar“, sagt Kommissionsvorsitzender Thomas Große. Neben den zahlreichen Eschweger Brücken über die Werra könne man den Zusammenhalt in Eschwege darstellen, Brücken, die zwischen Kulturen und Nationen gebaut würden, die Verbindung zu den Partnerstädten Mühlhausen, Regen oder St. Mandé oder den Brückenschlag zwischen den Stadtteilen erkennen. Verworfen wurde die Idee, das 2021 nicht umgesetzte Thema „Eschwege – grenzenlos bunt“ noch einmal aufzunehmen.

Festplakette

Als Motiv auf der Festplakette wurde die Freie Waldorfschule Werra-Meißner ausgewählt. Vor 25 Jahren startete der Unterricht in dieser alternativen Schulform. Abgebildet werden soll das alte Bahnhofsgebäude, wo die Geschichte der Schule ihren Anfang nahm. Den Vorschlag, die Schule auf die Johannisfestplakette zu nehmen, kam vom Geschäftsführer des Vereins, Heinz-Peter Gumpricht. Die Entscheidung in der Johannisfestkommission fiel einstimmig.

Seit 25 Jahren ist der Waldorfverein im alten Bahnhof untergebracht. Foto: Salzmann
Seit 25 Jahren ist der Waldorfverein im alten Bahnhof untergebracht. © Foto: Salzmann

Mit der Umsetzung ist zum 34. Mal der Eschweger Grafiker Michael Kreißler beauftragt. 7000 Plaketten werden angefertigt. 5000 werden mit Nadel produziert, 2000 mit Magnet. Sie werden zum Preis von drei Euro verkauft. Die Eschweger Schüler bekommen ein Vorverkaufsrecht. Ein Euro des Verkaufspreises dürfen sie behalten. Während der Kommissionssitzung wurde angeregt, die Eschweger Schüler mehr an der Mitgestaltung des Johannisfestes zu beteiligen. Vorsitzender Thomas Große wird nach den Herbstferien zu einer Besprechung mit den Schulen einladen.

Für alle, die das Johannisfest vermissen, ein Video aus unserem Archiv:

Waldorfschule seit 1997 in Eschwege

Im Jahr 1997 hat die Freie Waldorfschule Werra-Meißner mit Sitz in Eschwege ihren Betrieb aufgenommen. Vor 25 Jahren wurde zum ersten Mal an der Privatschule mit Sitz in Eschwege unterrichtet.

Den Verein für Waldorfpädagogik gibt es schon länger. 1986 wurde er im Werra-Meißner-Kreis aus der Taufe gehoben und hat seinen Sitz noch immer im Gebäude des alten Eschweger Bahnhofs, das zum Jubiläum der Schule die Johannisfestplakette zieren soll. 1989 wurde der Waldorfkindergarten ebenfalls in dem alten Banhofsgebäude untergebracht.

1997 kam der Schulbetrieb dazu. Die Grundlage der pädagogischen Arbeit an der Freien Waldorfschule Werra-Meißner ist die im anthroposophischen Menschenbild begründete Pädagogik von Rudolf Steiner. „Die lern- und lebensfreudigen Kinder werden bei der individuellen Entwicklung ihrer Persönlichkeit in einer angstfreien und vertrauensvollen Atmosphäre begleitet, gefördert und gefordert“, heißt es auf der Homepage der Schule.

Dabei lege man Wert darauf, dass die Schüler eigenverantwortlich handeln, selbstständig lernen und ihre schöpferischen Fähigkeiten voll entfalten können. Künstlerische, musische und handwerkliche Tätigkeiten sowie Bewegungs- und Sinnesschulung sind fest in den Stundenplan integriert. Es gibt kein „Sitzenbleiben“. Die Waldorfpädagogik verzichtet in den unteren Klassen auf eine Beurteilung durch Noten. Am Ende eines jeden Schuljahres erhält jeder Schüler ein ausführliches schriftliches Zeugnis. Ab der 8. Klasse gibt es zusätzlich zum Textzeugnis ein Notenzeugnis.

Von Tobias Stück

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