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Mundstuhl präsentiert grenzgängerischen Humor im Eschweger E-Werk

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Ande Werner (links) und Lars Niedereichholz (rechts) alias Mundstuhl präsentieren im Eschweger E-Werk ihr Können. Mit im Gepäck hatten die beiden Südhessen die drucklosen Friedensaktivisten Malte und Torben von No Pressuer.
Ande Werner (links) und Lars Niedereichholz (rechts) alias Mundstuhl präsentieren im Eschweger E-Werk ihr Können. Mit im Gepäck hatten die beiden Südhessen die drucklosen Friedensaktivisten Malte und Torben von No Pressuer. © Sonja Berg

Lars Niedereichholz und Ande Werner alias Mundstuhl spielen in ihrem neuen Programm erneut mit ihrem grenzgängerischen Humor. Am Donnerstagabend waren sie im Eschweger E-Werk.

Eschwege – Aufgepasst: dieser Artikel kann Spuren von Nüssen enthalten. Denn genau so heißt das neue Programm des Frankfurter Comedyduos Mundstuhl, mit dem sie am Donnerstagabend das Eschweger E-Werk verzückten.

Nachdem der Auftritt ursprünglich für September 2020 geplant war, fand er nun mit mehr als zweijähriger Verspätung – Corona sei Dank – endlich statt. „Es ist super jetzt wieder auf der Bühne zu stehen“, freuen sich die beiden Südhessen. Und auch in ihrem neuen Programm machen Mundstuhl weiterhin Späße über alles und jeden.

Lars Niedereichholz und Ande Werner spielen erneut mit ihrem grenzgängerischen Humor. Zugegebenermaßen ist das neunte Programm noch nicht vollkommen in den Köpfen der beiden verankert. „Es ist alles noch sehr frisch, da verliert man schon einmal den roten Faden“, sagen sie. Dies ist jedoch kein Problem für das Eschweger Publikum, denn professionell und mit einem gewissen Maß an Selbstironie überspielt, sorgen diese Situationen für einige Lacher bei den Fans und auch bei ihnen selbst.

Die 150 Besucher bekamen die volle Bandbreite des nach eigenen Angaben „besten Comedyduos des Universums“. Alle Charaktere sind als ins Absurde überdrehte Karikaturen angelegt. Neben den beiden ostdeutschen Hartz-IV-Müttern Peggy und Sandy, die über ihre aktuellen Männergeschichten inklusive Intimgeschichten sprachen – über die wir an dieser Stelle aber nicht weiter sprechen wollen – referierte das verstrahlte Friedensaktivistenduo Malte und Torben über aktuelle politische Themen, wie Inklusion und politische Korrektheit.

Auch die schlechtesten Zauberer der Welt, Sickroy und Fried, ließen sich nicht zweimal bitten und verzauberten das Eschweger E-Werk. Mit einer unsichtbaren Harfe, dem Herzauberns eines Hühnchens und dem Schlucken eines Schwertes, sorgten sie für viel Gelächter im Publikum.

Selbstverständlich durften Dragan und Alder, die Erfinder Kanak-Comedy, nicht fehlen. Immerhin bescherten diese beiden den Südhessen den Durchbruch. Voll konkret – wie immer – lieferten die beiden ab. „Den einzigen Sport, den du kennst, ist Ritter Sport“, ist nur einer der Sprüche, die sich die beiden an den Kopf knallten.

Ein weiteres Highlight des Abends -– Veganer und Vegetarier sehen dies wahrscheinlich etwas anders – war das Performen ihres Hits „Fleisch“. Der Song ist zwar nicht neu, ihn gibt es schon seit 20 Jahren, doch durch ein Makeover mit Jens „Knossi“ Knossalla (deutscher Entertainer, Livestreamer und Moderator) ist der Song aktueller denn je. Mittlerweile hat der Titel schon mehr als zwei Millionen Klicks bei Spotify.

Die Fans würdigten die beiden Frankfurter mit tosendem Applaus und viel Gelächter. „Sensationell“, „voll überzeugend“ und „schon sehr lustig, aber ab und an krass“ sind nur einige Beschreibungen der Zuschauer zu diesem Abend. Gute Nachrichten gibt es diesbezüglich auch vonseiten der Comedians – sie kommen wieder, denn „Eschwege ist wie Kaiserslautern oder München, fest im Tourplan verankert. Es ist geil, was ihr hier auf die Beine stellt - Eschwege ist geil“.

Ihr 90-minütiges Programm endete stimmungsvoll und emotional. Mit einer Ode an die besten Fans der Welt. Nach einer letzten Zugabe präsentierten sich die beiden am eigenen Merchandising Stand ihren Fans. Dort gibt es aber keine Spuren von Nüssen. (Felix Rockenkamm)

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