#Eschwegeplastikfrei

Nachfüllbar: In Eschwege hat der erste reine Unverpackt-Laden eröffnet

Haben die erste „Nachfüllbar“ in Eschwege eröffnet: (von links) Jochen Grüning (Initiative #Eschwegeplastikfrei), Franziska Werner, Samira Waldeck und Sebastian Wolf (Nachfüllbar) und Uwe Gondermann (Projektleiter der Initiative #Eschwegeplastikfrei).
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Haben die erste „Nachfüllbar“ in Eschwege eröffnet: (von links) Jochen Grüning (Initiative #Eschwegeplastikfrei), Franziska Werner, Samira Waldeck und Sebastian Wolf (Nachfüllbar) und Uwe Gondermann (Projektleiter der Initiative #Eschwegeplastikfrei).

Mit der „Nachfüllbar“ hat der erste reine Unverpackt-Laden im Werra-Meißner-Kreis geöffnet. Die Betreiber haben ihr Konzept in Kassel bereits erfolgreich an den Markt gebracht.

Eschwege – Hier werden trockene Lebens- und Genussmittel wie Kaffee, Reis, Nudeln, verschiedene Getreidesorten, Hülsenfrüchte, Essig und Öle oder Knabbereien lose, also plastikfrei und ohne feste Verpackungsgrößen, angeboten. Auch Haushalts- und Pflegeprodukte wie Waschmittel, Soda oder Shampoo werden hier abgefüllt.

Wie das funktioniert? Die Kunden bringen entweder eigene Behälter wie Gläser, Dosen, Beutel oder Flaschen mit oder können diese im Laden kaufen. Zunächst wird das Leergewicht des Behälters notiert und dann nach Bedarf mit dem Wunschprodukt befüllt. „Ein klarer Vorteil ist, dass man bei uns auch kleine Mengen mitnehmen kann und auch nur das exakte Rohgewicht bezahlt“, erklären Franziska Werner, Samira Waldeck und Sebastian Wolf von der „Nachfüllbar“. „Manchmal braucht man nur zwei oder drei Lorbeerblätter für die Suppe, im Supermarkt bekommt man aber nur große Mengen, die man nicht benötigt. Manche Lebensmittel verderben, weil man einfach zu viel davon kaufen muss.“

Neu ist die Idee des Unverpacktladens nicht. Seit über einem Jahr betreiben Franziska Werner und Samira Waldeck ein solches Geschäft in Kassel und sind äußerst zufrieden mit dem Zulauf. „Die Leute haben Lust auf ein plastikfreies Leben. Und wir zeigen, dass man mit ein bisschen Umdenken viel bewegen kann.“

In Eschwege wurden sie mit ihrer Idee mit offenen Arme empfangen. Jochen Grüning, Uwe Gondermann und die Stadt Eschwege haben sich mit der Initiative #Eschwegeplastikfrei zum Ziel gesetzt, Einwegplastik in Eschwege und Umgebung möglichst zu vermeiden und werben für umweltbewusstes und ressourcenschonendes Handeln. Die „Nachfüllbar“ sei ein perfektes Beispiel für nachhaltigen Konsum, so Uwe Gondermann. „Die Stadt Eschwege hat das Vorhaben von der ersten Minute an unterstützt.“ Mithilfe von Stefanie SØnnichsen von der Wirtschaftsförderung der Stadt wurde in der Innenstadt, Hinter den Scheuern, ein geeigneter Standort für das Ladengeschäft gefunden.

Von Mittwoch bis Samstag hat die Nachfüllbar geöffnet. „Wir sind überzeugt, dass Eschwege bereit für unsere Idee ist und freuen uns auf interessierte Kunden, nette Gespräche und sehr viel weniger Plastikmüll.“ (Maren Schimkowiak)

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