Fertigstellung Juni 2022

Neubau der Kreisverwaltung: Gewerke beauftragt, Kosten bleiben stabil

„Am Ende wird alles gut“, so Christian Holzapfel (rechts) beim Richtspruch, während der Kranz der Gärtnerei Hollerbuhl nach oben gezogen wird. Neben ihm seine Mitarbeiter (von links) Martin Dilling und Lorenzo Wagner.
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„Am Ende wird alles gut“, so Christian Holzapfel (rechts) beim Richtspruch, während der Kranz der Gärtnerei Hollerbuhl nach oben gezogen wird. Neben ihm seine Mitarbeiter (von links) Martin Dilling und Lorenzo Wagner.

Trotz weltweit gestiegener Rohstoffpreise bleibt es beim Neubau des Verwaltungszentrums für den Werra-Meißner-Kreis in Eschwege bei den veranschlagten Kosten von etwa 12,4 Millionen Euro.

Werra-Meißner – Das erklärte Theodor Sternal, Architekt beim Kreis, beim Richtfest für den Bauabschnitt C. Das Richtfest für den Lückenschluss in der Forstgasse fand diese Woche aufgrund der Coronapandemie in kleinem Rahmen statt.

Dass die Kosten, trotz der zu Beginn des Jahres angezogenen Preise für Baumaterialien, nicht ebenfalls gestiegen sind, liegt am Zeitpunkt der Auftragsvergabe und der Bestellungen, wie Sternal erläutert. Laut einer Pressemitteilung der Kreisverwaltung konnten bereits 95 Prozent der Gewerke beauftragt werden. Und zwar zu den deutlich günstigeren Konditionen, die im vergangenen Jahr noch vorherrschten, so der Architekt. Die Preise für das inzwischen knapp gewordene Material Holz haben sich verdrei- beziehungsweise vervierfacht, ergänzt der zuständige Unternehmer Christian Holzapfel von Holzapfel Holzsystemtechnik in Eschwege.

Kreistagsmitglieder deckelte Kosten

Die Ausschreibung für die neue Kreisverwaltung erfolgte bereits vor knapp sechs Jahren. Die Kosten sollten maximal sieben Millionen Euro plus einen Puffer von 1,5 Millionen Euro betragen. Nach Vergabe des Auftrags (2016) kletterten die geplanten Kosten jedoch bis Ende 2018 auf 14,77 Millionen Euro. Das sorgte für Unmut bei den Mitgliedern des Kreistages. Der Vertrag mit dem zuständigen Architekten wurde aufgekündigt – es folgte der kreiseigene Architekt. mai

Die im vergangenen Jahr getätigten Bestellungen hatten nicht nur Auswirkungen auf die Ausgaben, sondern auch auf den Zeitplan. Der könne nämlich nach derzeitigem Stand ebenfalls eingehalten werden, erklärte Sternal den Mitgliedern des Kreisausschusses beim Richtfest. „Mit der Fertigstellung des Verwaltungszentrums rechnen das bauleitende Büro Luther und das Gebäudemanagement des Werra-Meißner-Kreises im Mai beziehungsweise im Juni 2022“, heißt es dazu außerdem in der Pressemitteilung.

Nachdem der Spatenstich für die zweite Bauphase im September vergangenen Jahres erfolgte, steht nun im Abschnitt C der Rohbau mitsamt Dachstuhl. Im Bauteil B werden aktuell neue Brandschutzdecken und in Teil A (Ecke Forstgasse/An den Anlagen) der für die Barrierefreiheit benötigte Aufzugschacht eingebaut. In den nächsten Tagen soll das Dach im Abschnitt A abgebrochen und neu gestellt werden. Das Richtfest für den Gebäudeteil D (An den Anlagen) soll in etwa einem Monat stattfinden. Der Innenausbau finde indes parallel dazu statt.  (Hanna Maiterth)

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