Warten auf Fördermittel des Landes

Neubau des Freibads in Eschwege: Badebetrieb startet wohl erst 2023

Das Becken des Naturfreibads soll eine Fläche von mehr als 1000 Quadratmetern haben, über mehrere 50-Meter-Bahnen verfügen. Ein Sandstrand mit Lagune wird angelegt, ebenso eine Breitwellenrutsche. Direkt nebenan befindet sich der Wasserspielplatz. Im Hallenbad stehen Sprungtürme und Rutschen zur Verfügung.
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Das Becken des Naturfreibads soll eine Fläche von mehr als 1000 Quadratmetern haben, über mehrere 50-Meter-Bahnen verfügen. Ein Sandstrand mit Lagune wird angelegt, ebenso eine Breitwellenrutsche. Direkt nebenan befindet sich der Wasserspielplatz. Im Hallenbad stehen Sprungtürme und Rutschen zur Verfügung.

Die Eröffnung des Eschweger Freibads im Sommer 2022 könnte scheitern. Grund dafür ist die fehlende Zusage über Fördermittel aus dem hessischen Innenministerium.

Eschwege – Erst wenn diese Subventionen bestätigt sind, können die Ausschreibungen beginnen. „Von unserer Seite sind alle Vorarbeiten erledigt, wir warten nur noch auf eine Entscheidung aus Wiesbaden“, sagt Markus Lecke, Geschäftsführer vom Auftraggeber Stadtwerke Eschwege.

Die Finanzierung des neuen Freibads in Eschwege

Die Kosten für das Außenbecken auf dem Gelände des Espada werden mit 2,72 Millionen Euro beziffert. Die Stadtwerke Eschwege als Bauherr und Betreiber wird die Finanzierung und auch die jährlichen Betriebskosten von rund 50 000 Euro übernehmen.

Markus Lecke, Geschäftsführer Stadtwerke Eschwege

Das Land Hessen könnte die Investition mit bis zu 30 Prozent bezuschussen. Aber egal, ob Fördermittel fließen oder nicht: Gebaut wird das Freibad auf jeden Fall. „Wir wollen aber schon die Landeszuwendung mitnehmen, wenn sie zur Verfügung steht“, sagt Lecke.

Die Fördermittel für das neue Naturfreibad in Eschwege

Das Förderprojekt ist bereits seit Oktober 2019 angemeldet. Bereits im November 2020 hatten die Stadtwerke die Unterlagen für das Fördermittelprogramm Swim (Schwimmbad-Investitions- und Modernisierungsprogramm) eingereicht. Mit einer Entscheidung wurde ursprünglich für das erste Quartal 2021 gerechnet.

„Bei uns liegt der Antrag erst seit dem 17. Juni vor und befindet sich seitdem in der Prüfung“, sagt Michael Schaich, Sprecher des Inneministeriums..

Nach Informationen von Eschweges Bürgermeister hat die WI-Bank noch Nachfragen wegen des geplanten Vergabeverfahrens, was die Genehmigung der Bewilligung verzögert. Laut Ministerium steht noch noch die baufachliche Prüfung aus. So lange es keine Entscheidung aus dem Innenministerium gibt, können die Arbeiten nicht beginnen.

So soll das neue Freibad in Eschwege aussehen

Geplant ist der Neubau als Naturfreibad. Das bedeutet, dass die Wasseraufbereitung biologisch erfolgt. Das Wasser wird in einem Kreislauf durch biologisch-physikalische Bodenfilter gereinigt, wobei keine Chemikalien wie Chlor erforderlich sind. „Ein echtes Alleinstellungsmerkmal“, wie Lecke befindet.

Das Becken soll eine Fläche von mehr als 1000 Quadratmetern haben, über mehrere 50-Meter-Bahnen verfügen. Ein Sandstrand mit Lagune wird angelegt, ebenso eine Breitwellenrutsche. Direkt nebenan befindet sich der Wasserspielplatz. Im Hallenbad stehen Sprungtürme und Rutschen zur Verfügung.

Der weitere Zeitplan für den Neubau des Freibads in Eschwege

Mit einer Fertigstellung des neuen Freibads rechnen die Stadtwerke jetzt frühestens in den letzten Tagen des Sommers 2022. „Aber nur, wenn jetzt alles ideal abläuft“, sagt Lecke.

Das bedeutet, dass eine Entscheidung über die Fördermittel schnell gefällt wird, nach den Ausschreibungen noch 2021 mit den Arbeiten begonnen werden kann, der Winter für möglichst viele Bauabschnitte mild wird und es keine Verzögerungen bei der Lieferung von Baumaterialien gibt. Ein Beginn des Badebetriebes sei daher 2023 realistischer. (Tobias Stück)

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