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Eschweger Verwaltung gewinnt Mitarbeiterin über Projekt

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Von: Tobias Stück

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Haben das erste Lokalprojekt abgeschlossen: (von links) Paulina Gotz, Rebecca Herzog-Meister, Andrea Müller-Brandl, Bürgermeister Alexander Heppe, Dirk Reinhold , Sabrina Hein, Scarlett Grebestein und Katja Büchner.
Haben das erste Lokalprojekt abgeschlossen: (von links) Paulina Gotz, Rebecca Herzog-Meister, Andrea Müller-Brandl, Bürgermeister Alexander Heppe, Dirk Reinhold , Sabrina Hein, Scarlett Grebestein und Katja Büchner. © Stadtverwaltung Eschwege

Die Stadtverwaltung Eschwege fürt eine E-Akte ein und hat dafür eine neue Mitarbeiterin gewonnen.

Eschwege – Für die Verwaltung der Stadt Eschwege hat sich das verwirklicht, worauf sie gehofft hatte, als sie ihre Zusage bei der neu gegründeten Initiative Lokalprojekte signalisiert hatten. Eine externe Spezialistin hat die Anforderung der Stadt – die Einführung einer E-Akte im Rathaus – gelöst. Gleichzeitig haben sie eine Expertin für die Verwaltung gewinnen können. „Unsere Pläne sind durch einen Glücksfall voll aufgegangen“, sagt Bürgermeister Alexander Heppe.

Der konkrete Fall: In der Stadtverwaltung sollte möglichst schnell die sogenannte E-Akte eingeführt werden. Ein Prozess, der die Arbeit der Mitarbeiter elementar ändern soll. Innerhalb der Verwaltung standen nicht ausreichend Ressourcen für das komplexe Projekt zur Verfügung.

Eschwege: Verwaltung gewinnt Mitarbeiterin über Projekt

Also wurde über das Start-Up Lokalprojekte eine Expertin vermittelt. Ein Glücksfall: Sabrina Hein kommt ursprünglich aus Eschweges Partnerstadt Regen, wohnt inzwischen seit einigen Jahren in Eschwege. Sie kommt nicht aus der Verwaltung, sondern war zuvor in der Softwareentwicklung selbstständig tätig. Online wurde sie darauf aufmerksam, dass die Stadt Eschwege jemanden für die Aufgabe der Einführung der E-Akte sucht. Sie wurde von Lokalprojekte ab September vorigen Jahres für ein halbes Jahr an die Stadt Eschwege vermittelt und hat das Projekt in die Wege geleitet. Seit 1. Mai ist sie fest bei der Stadt angestellt.

Verwaltung sei sexy, sagt Sabrina Hein heute, obwohl sie sich vor dem Kontakt mit der Stadt Eschwege nie einen Job in einer Behörde hätte vorstellen können. „Eine Spezialistin wie Sabrina Hein hätten wir über unsere herkömmlichen Rekrutierungsmöglichkeiten wahrscheinlich niemals bekommen“, sagt Personalleiterin Andrea Müller-Brandl. Die standardmäßige Ausschreibung hätte sie nicht angesprochen. Durch den Projektcharakter könne man eine neue Zielgruppe erreichen.

Neue Mitarbeiterin in Eschweger Verwaltung stammt aus Partnerstatt

Dirk Reinhold, Geschäftsführer des Start-Ups Lokalprojekte, bezeichnet das Projekt in Eschwege deshalb als großen Erfolg. Eschwege war das Pilotprojekt der vor einem Jahr ins Leben gerufenen Initiative. In Eschwege steht noch die Umsetzung des Projekts „Sport und Bewegung für Schulkinder“ an. Außerdem laufen derzeit weitere Projekte wie in Eschwege in anderen Verwaltungen: drei in Hessen, zwei in Bayern, eine in Baden-Württemberg.

„Die Kooperation funktioniert aber nur, wenn die Verwaltung mitspielt und der Verwaltungschef offen für die Expertise von außen ist“, sagt Reinhold.

Eschwege: neue Mitarbeiterin für die Verwaltung

Das kann Sabrina Hein aus ihrer Erfahrung in der Eschweger Stadtverwaltung nur bestätigen. „Ich wurde von allen Seiten mit offenen Armen empfangen.“ Und genug Arbeit wartet ebenfalls auf sie.

Die Ausschreibung für die Umsetzung der E-Akte wurde vergangene Woche veröffentlich. Im Juli soll der Testbetrieb starten. „Digitalisierung wird aber niemals abgeschlossen sein“, sagt Rebecca Herzog-Meister. Als digitales Rathaus müsse ein Umdenken beim Bürgerservice stattfinden. Darum wird sich Sabrina Hein jetzt kümmern – in Vollzeit als Verwaltungsmitarbeiterin.

Das ist das Start-Up „Lokalprojekte“

Das Start-Up „Lokalprojekte“ unterstützt Kommunen und Behörden dabei, mit Fachkräften – sogenannte Macherinnen und Macher – aus Wirtschaft und Gesellschaft Projekte gemeinsam voranzubringen. Diese Fachkräfte bringen sich für sechs bis zwölf Monate zu Themen wie Digitalisierung und Verwaltungsmodernisierung anhand gemeinsamer Projekte in die Verwaltung ein. Lokalprojekte ist inzwischen eine gemeinnützige GmbH, die mit Kommunen eine sogenannte Arbeitnehmerüberlassung vereinbaren. Die Struktur besteht aus Buddy (Lokalprojekte), Pate (Kommune) und Machern (Fachkräfte).  ts

Von Tobias Stück

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