Fokus liegt auf Patientensicherheit

Neuer OP-Trakt am Klinikum in Eschwege wurde offiziell eingeweiht

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Drei OP-Säle modernster Ausstattung, zehn Intensivbetten, Aufwachraum – das ist der neue OP-Trakt am Klinikum Werra-Meißner. Am Mittwoch wurde er offiziell eingeweiht, in Betrieb sind die OPs bereits seit Dezember vergangenen Jahres. Im Bild zu sehen ist ein OP-Team.

Geweiht, gesegnet und nun auch offiziell eingeweiht wurde jetzt der neue OP-Trakt samt angeschlossener Intensivstation am Klinikum in Eschwege.

Die Operationssäle des 12,5 Millionen Euro teuren Neubaus war nach rund zweieinhalbjähriger Bauzeit bereits im Dezember vorigen Jahres in Betrieb genommen worden. Vorige Woche zog auch die Intensivmedizin hier ein.

Geladen waren zur Eröffnungsfeier rund 50 Gäste aus Politik, Verwaltung, Planer und Architekten, Chefärzte sowie Vertreter der Krankenkassen und einige niedergelassene Ärzte. „Wir sind dankbar, dass dieses große Vorhaben zum Ziel gekommen ist und Patienten hier Hilfe bekommen. Und dass das Team, das hier arbeitet, die Kraft findet, den Menschen beizustehen“, sagte Klinikseelsorgerin Gudrun Kühnemuth.

„Wir sind fertig und sind im finanziellen Rahmen und im gesteckten Zeitplan geblieben“, sagte Dr. Claudia Fremder, Geschäftsführerin des Klinikums Werra-Meißner. Das unterscheide das Projekt vom Flughafen Berlin-Brandenburg und von Stuttgart 21. „Mit dem Bau haben wir ein positives Zeihen für das Klinikum und für die Bevölkerung in der Region gesetzt“, so Fremder, zudem steigere der hochmoderne OP-Trakt die Wettbewerbsfähigkeit des Hauses. Zugleich wurden am Mittwoch die vier neuen Chefärzte am Klinikum vorgestellt.

Geschäftsführerin Dr. Claudia Fremder

Als „roter Faden“ habe sich bei den Planungen das Thema Patientensicherheit durchgezogen, sagte die Geschäftsführerin. „Wir können gewährleisten, dass die Patienten auf jedem Schritt überwacht werden und hygienisch sicher sind.“

Auf der 3400 Quadratmeter großen Fläche befinden sich drei OP-Säle, an die das Lager für Instrumente und Implantate direkt angeschlossen ist, außerdem ein Aufwachraum sowie eine Beobachtungsstation (Intermediate-Care-Station) mit neun sowie die Intensivstation mit zehn Betten. 

Zu den Besonderheiten im Trakt gehören beispielsweise das sogenannte Video-Routing, bei dem der OP-Verlauf per Kamera übertragen wird, und dass die OP-Technik an der Decke verbaut ist, sodass der Boden weitestgehend frei und damit deutlich hygienischer gehalten werden kann. Außerdem gibt es die Möglichkeit, bei den Intensivbetten einen biometrischen Tageslichtverlauf zu simulieren, um den oft durch Medikamente gestörten Tag-Nacht-Rhythmus der Patienten wieder herzustellen. 

Landrat Stefan Reuß

Landrat Stefan Reuß als Aufsichtsratsvorsitzender des Klinikums lobte das Projekt: „Wenn wir Perspektiven haben wollen, müssen wir investieren.“ Man werde Strukturen immer wieder anpassen müssen. Vor allem dankte Reuß den Mitarbeitern, die durch den sogenannten Zukunftssicherheitsvertrag diese Investition erst ermöglichten – seit Jahren verzichten die Mitarbeiter deshalb auf Gehalt. Von den 12,5 Millionen Euro Kosten musste das Klinikum 3,7 Millionen Euro aufbringen. 

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