Gottesdienst

Offen für Vielfalt: Gottesdienst in Abterode zeigt, was Juden und Christen verbindet

Ökumenischer Gottesdienst in Abterode: Musikalische Umrahmung durch Patricia Noll und Winfried Wolf.
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Ökumenischer Gottesdienst in Abterode: Musikalische Umrahmung durch Patricia Noll und Winfried Wolf.

„Offen für Vielfalt, geschlossen für Ausgrenzung“ lautete das Motto beim Gottesdienst vergangenes Wochenende in Abterode.

Abterode – „Juden und Christen sind Abrahams Kinder“, erklärte Dekan i. R. Dr. Martin Arnold in seiner Predigt. Etwa 60 Männer, Frauen und Jugendliche aus den Dörfern des Meißnervorlandes hatten sich am Wochenende auf dem Pfarrhof in Abterode zu einem gemeinsamen ökumenischen Gottesdienst versammelt.

Er gehörte zu einer siebenteiligen Gottesdienstreihe, die alle unter dem Motto „Offen für Vielfalt – geschlossen gegen Ausgrenzung“ stehen. Konfirmandinnen und Konfirmanden hatten zuvor ältere Gemeindeglieder und Zeitzeugen zum Verhältnis von Juden und Christen in der Zeit des Nationalsozialismus befragt.

In Abterode liegen die evangelische Kirche und die Synagoge nur einen Steinwurf weit voneinander entfernt. So erfuhren die Konfirmandinnen und Konfirmanden von Ausgrenzung, Vertreibung und Vernichtung der Abteröder Juden, teilweise aber auch von gutem Miteinander aus den Berichten.

Christen trügen, sagt Dr. Martin Arnold, eine Mitverantwortung für den Judenhass in der Geschichte, an den die Nazis anknüpfen konnten. Dabei gebe es viele starke Gemeinsamkeiten zwischen Juden und Christen, vor allem der gemeinsame Rückbezug auf Abraham, den Vater des Glaubens.

Deshalb sei heute eine klare Haltung gegen Judenhass, Rassismus und Ausgrenzung gefordert.

Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst in Abterode von Winfried Wolf und Patricia Noll. Im Gottesdienst wirkten Mitglieder des evangelischen Kirchenvorstands Abterode und der katholischen Pfarrgemeinde Abterode mit.

Als mitten im Gottesdienst ein Regenschauer niederging, flüchtete die Gottesdienstgemeinde in die Kirche nebenan.  (red/jes)

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