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Mitarbeiterinnen berichten über Arbeit bei Eschweger Tafel

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Halten der Eschweger Tafel seit mehr als zehn Jahren die Treue: (von links) Gudrun Daniel, Margot Furchert und Anni Weber würden sich über Unterstützung freuen.
Halten der Eschweger Tafel seit mehr als zehn Jahren die Treue: (von links) Gudrun Daniel, Margot Furchert und Anni Weber würden sich über Unterstützung freuen. © Siegfried Furchert

Die Eschweger Tafel benötigt dringend mehr Personal. Drei Mitarbeiterinnen beantworten unsere Fragen.

Eschwege – Die Mitarbeiter der Eschweger Tafel bemühen sich, allen Menschen mit gespendeten Lebensmitteln zu helfen, die an den drei Ausgabetagen zur Tafel kommen. Der in den vergangenen Wochen durch die Flüchtlingswelle ständig steigende Kundenkreis – mittlerweile sind es über 500 Menschen – bringt die Tafel und ihre ehrenamtlichen Mitarbeiter an ihre Grenzen. Vorsitzender Hans Liese: „Die Tafel sucht deshalb dringend weitere ehrenamtliche Mitarbeiter, die im Vorstand, beim Einsammeln der Waren, beim Vorbereiten und bei der Ausgabe selbst helfen.“ Mit Anni Weber (78), Gudrun Daniel (74) und Margot Furchert (73), drei der Tafel-Mitarbeiterinnen, die seit über zehn Jahren dabei sind, haben wir über ihre Motivation gesprochen.

Seit wann sind Sie ehrenamtliche Mitarbeiterin in der Eschweger Tafel?

Anni Weber: Ich bin die dienstälteste Mitarbeiterin. Ich arbeite seit 2006, seit 16 Jahren, in der Tafel mit. In der Montagsgruppe bin ich aktiv, und sammele auch in meinem Wohnort Waren ein und bringe sie mit zur Tafel.

Gudrun Daniel: Seit Anfang März 2008, seit 14 Jahren, bin ich für die Tafel im Einsatz. Früher war ich Leiterin verschiedener Abteilungen in den ehemaligen Kaufhäusern Karstadt und Hertie.

Margot Furchert: Ich bin seit zwölf Jahren dabei und war für die Tafel schon in verschiedenen Ämtern tätig. 2009 meldete ich mich zusammen mit meinem Ehemann im Verein als Mitglied an. Als die damalige Tafelleiterin Annelie Henke eine Nachfolgerin suchte, wendete sie sich an mich. Sieben Jahre, bis 2017, übernahm ich den Vorsitz. Heute bin ich als Beisitzerin im Vorstand in verschiedenen Aufgaben für die Tafel tätig.

Was hat Sie motiviert, zur Eschweger Tafel zu gehen und ihre Hilfe anzubieten?

Anni Weber: Nachdem mein Mann verstorben war, suchte ich nach einer sinnvollen Beschäftigung. Auf Anraten des Hospizes meldete ich mich bei Annelie Henke, der damaligen Tafelleiterin, die froh über die Hilfsbereitschaft war und mich sofort in die Tafel-Gemeinschaft aufnahm.

Gudrun Daniel: Am 28. Februar 2008 beendete ich meine Tätigkeit im Kaufhaus. Weil ich weiter mit Menschen arbeiten wollte, bin ich Tage später zur Tafel gegangen, um zu helfen. Die ersten Kontakte zur Tafel knüpfte ich mit der damaligen Tafelmitarbeiterin Doris Hohmann.

Margot Furchert: Die Arbeit der Tafel hat uns schon immer interessiert, weil sich in diesem Verein für uns beide ein vielfältiges und interessantes Aufgabengebiet anbot. Die Tätigkeit in der Tafel war für meinen Mann und mich nach dem Berufsleben etwas völlig Neues.

Was gibt Ihnen die Arbeit in der Eschweger Tafel?

Anni Weber: Ich bin froh, eine so sinnvolle Beschäftigung gefunden zu haben, bei der ich auch Kontakte zu anderen Menschen habe und mit der ich Bedürftigen helfen kann. Und wenn ich gesund bleibe, helfe ich der Tafel so lange es geht.

Gudrun Daniel: Wichtig war mir, dass ich nach dem Berufsleben weiter mit Menschen zusammen bin und mit meiner Arbeit in der Tafel Mitmenschen helfen kann. So ist der Montag, mein Tafel-Arbeitstag, für mich der schönste Tag der Woche – und das wird er sein, bis ich 80 werde.

Margot Furchert: Die ständige Herausforderung, die die Tafelarbeit mit sich bringt, ist nach dem Arbeitsleben belebend und sehr bereichernd. Man lernt Menschen vieler Kulturen kennen und bemüht sich, ihnen mit unserer Arbeit zu helfen und den Alltag zu erleichtern. Das gibt einem am Ende ein sehr gutes Gefühl.

Kontakt: Wer der Tafel bei ihren humanitären Aufgaben helfen will, wird gebeten, sich unter 0 56 51 / 33 80 92 in Verbindung zu setzen, oder einmal bei der Tafel am Grünen Weg in Eschwege (Neustadt) vorbeizuschauen.

Von Siegfried Furchert

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