1. Startseite
  2. Lokales
  3. Witzenhausen
  4. Eschwege

Eschweger Tafel und Bürgerhilfe Sontraer Land berichten

Erstellt:

Kommentare

Besonders viele Südfrüchte sind bei der Eschweger Tafel am Dienstag nach Weihnachten eingegangen. An der Warenausgabe legen sie Michael Fernau und Dorothe Neusüß bereit.
Besonders viele Südfrüchte sind bei der Eschweger Tafel am Dienstag nach Weihnachten eingegangen. An der Warenausgabe legen sie Michael Fernau und Dorothe Neusüß bereit. © EDEN SOPHIE RIMBACH

Viele übriggebliebene Lebensmittel in Läden und weniger private Spenden erleben Tafel und Bürgerhilfe nach den Festtagen.

Eschwege/Sontra – Besonders viele Südfrüchte wie Bananen und Mandarinen sowie mehr Molkereiprodukte wie Joghurt hat die Eschweger Tafel nach Weihnachten erhalten. Normalerweise 60 bis 65 und maximal 70 bis 80 Kisten an Lebensmittelspenden holen die Mitarbeiter laut Michael Fernau an einem Montag ab. Er ist für das Abholen und Einsammeln zuständig und sagt über die erste Fahrt nach Weihnachten: „An diesem Dienstag war es so, dass wir mit 159 Kisten wiedergekommen sind.“

Brot hätten die Mitarbeiter nur selten und Brötchen gar nicht mitgenommen, da am Samstag der letzte Backtag war. Hans Liese, 1. Vorsitzender, vermutet, dass viele Menschen kurz vor den Feiertagen nicht mehr eingekauft haben und mehr Lebensmittel in den Läden geblieben sind.

Vermehrt Geldspenden in der Weihnachtszeit

Geldspenden erreichen die Tafel laut ihm vermehrt in der Weihnachtszeit. Vor allem kleinere und mittelständische Unternehmen sowie gemeinnützige Organisationen zeigten Engagement. Spenden von Privatpersonen kämen nach Weihnachten nicht. Doch laut Liese sei es erfreulich, dass einige monatlich spenden. Das sei wichtig, um feste Kosten wie die für Benzin zu decken. Generell sei die Spendenbereitschaft im ländlichen Raum höher.

Regelmäßig spenden der Bürgerhilfe Sontraer Land laut Natascha Schmidt etwa acht Personen. Gemeinsam mit Gabi Eckhardt und Marco Haukwitz bildet sie den Vorstand des Vereins. Zwischen Anfang Dezember und Heiligabend habe die Bürgerhilfe vor allem Geldspenden von Unternehmen erhalten.

Keine Spenden für Bürgerhilfe Sontraer Land nach Weihnachten

„Nach Weihnachten kam nichts“, sagt Natascha Schmidt. Weder Lebensmittel- noch Sachspenden hätten sie am Dienstag und Mittwoch erreicht. Ungewöhnlich sei das nicht. 61 Weihnachtstüten packten die Ehrenamtlichen in diesem Jahr. Der Inhalt wurde von einem Supermarkt in Sontra gespendet. Zusätzlich unterstützen die Landfrauen aus Diemerode die Bürgerhilfe mit selbst gebackenen Plätzchen.

Viele Lebensmittelspenden gebe es in der Erntezeit, wenn mit einem Mal viel da sei. Auch bei der Tafel kommt während dieser Zeit mehr an. Wichtig sei, dass auch Dosenspenden dabei sind, die länger gelagert werden können.

Eschweger Tafel versorgt 500 Menschen mit Lebensmitteln

Über 200 Bedarfsgemeinschaften kommen wöchentlich zur Eschweger Tafel. Somit werden laut Liese etwa 500 Menschen versorgt. Es gibt eine Warteliste. Liese hofft, dass die Tafel im nächsten Jahr mit einem neu entwickelten Konzept jeden aufnehmen kann, der anfragt.

In Sontra reichen die Spenden nicht für die 180 Menschen aus, die auf den Warenkorb und auf die Lebensmittelausgabe der Bürgerhilfe angewiesen sind. Für etwa 500 Euro müsse man monatlich Lebensmittel hinzukaufen. 2022 hat die Stadt den Warenkorb speziell unterstützt. Ansonsten wäre es für den Verein auch angesichts der höheren Energiekosten schwierig geworden, so Natascha Schmidt. (Eden Sophie Rimbach)

Auch interessant

Kommentare