Verkehrsministerium fördert Eschwege

Durch neues Konzept soll in Eschwege der Fokus mehr auf die Radler gelegt werden

Am Leimentor-Kreisel wurde für die Radfahrer bereits einiges getan.
+
Am Leimentor-Kreisel wurde für die Radfahrer bereits einiges getan.

Mit 24 000 Euro unterstützt das Land Hessen die Stadt Eschwege bei der Erstellung eines Fuß- und Radwegekonzepts. Ab Juli werden die Planungen konkret.

Eschwege – Die Förderung gab jetzt Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir in Wiesbaden bekannt. Die Gesamtausgaben für das Projekt belaufen sich auf 30 000 Euro. Die Förderzusage ermögliche, dass die Stadt Eschwege nun mit einer „modernen Fuß- und Radwegeplanung“ beginnen könne, heißt es vonseiten der Stadt.

Eschwege sind zur Mitarbeit am Radwegekonzept aufgefordert

Das Radwegekonzept wurde u.a. in der Stadtverordnetenversammlung gefordert und daraufhin ausgeschrieben. Das Planungsbüro LK Argus aus Kassel hat inzwischen den Zuschlag erhalten. Neben seiner Expertise werden auch die Eschweger sowie alle Interessierten aufgerufen, sich an der Planung zu beteiligen, berichtet die Sprecherin der Stadt Eschwege, Scarlett Grebestein. Workshops in der Analysephase sowie in der Maßnahmenkonzeption seien hierbei angedacht. „In welcher Art und Weise dies geschehen soll, ist aufgrund der Pandemielage zurzeit noch nicht absehbar“, sagt Grebestein.

Mit der Entwicklung eines Fuß- und Radwegekonzepts möchte Eschwege den Radverkehr in der Kernstadt sowie in den Stadtteilen stärken – dabei geht es auch um Radwegeverbindungen zu den Nachbarkommunen Wehretal, Meinhard und Wanfried. Zudem soll die Einrichtung von Fahrradstraßen geprüft werden. Ein weiteres Ziel des Konzepts ist die Optimierung der Fußwege unter Berücksichtigung der Barrierefreiheit. Folgende Ziele wurden bei der Antragsstellung formuliert:

Diese Ziele soll das Radwegekonzept erreichen

.  Sowohl für Kinder, Erwachsene und Senioren sichere und bequeme Fuß- und Radwege

.  die Wegführung muss logisch und einfach sein

.  durchgängige Routen mit möglichst kurzen, direkten Wegen

.  das Fuß- und Radwegenetz führt zu den wichtigsten Ziele des Alltags

.  Verkürzung der Wartezeiten durch fahrrad- und fußgängerfreundliche Ampeln

.  Integration des Stadtbahnhofs als Mobilitätszentrum

.  gute Anbindung an die Nachbarkommunen

.  gegebenenfalls Einrichtung von Fahrradstraßen

.  attraktive und ausreichende Abstellmöglichkeiten im gesamten Stadtgebiet

.  App-gesteuerte Fahrradboxen an zentralen Bereichen

.  Ladestationen für E-Bikes

.  Vorschläge der Standorte für Fahrradverleihangebote.

Radwegekonzept ist Teil der nachhaltigen Zukunft von Eschwege

An anderer Stelle wie hier in der Wiesenstraße geht es für Radfahrer eng zu.

„Mit dem Konzept gehen wir Schritt für Schritt in eine nachhaltige Zukunft unserer Stadt, in der Radfahren und zu Fuß gehen sicherer werden und auch Spaß machen sollen“, kommentiert Bürgermeister Alexander Heppe die Förderzusage der Landesregierung. Die Zuwendung erfolgt nach der Richtlinie des Landes Hessen zur Förderung der Nahmobilität, die seit August 2017 gilt. Nach dieser können neben Maßnahmen zur Stärkung des Fuß- und Fahrradverkehrs auch entsprechende Planungen, Konzepte und sogar Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit Zuschüsse erhalten. (Tobias Stück)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.