Teile des Verwaltungsgebäudes am Schlossplatz werden abgerissen

Eschweger Schlosshotel verschwindet im Frühjahr

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Die Ausschreibung läuft: Das Gebäude neben dem Schlosshotel soll abgerissen und zusammen mit dem Hotel ein neues, modernes Verwaltungsensemble entstehen.

Eschwege. Die Ausschreibung für den Abriss des Schlosshotels in Eschwege läuft. Im Frühjahr sollen die Arbeiten beginnen.

„Voraussichtlich im zweiten Quartal“, kündigt Landrat Stefan Reuß an, würden Teile des Verwaltungsgebäudes II am Schlossplatz in Eschwege abgerissen. Über acht Millionen Euro kostet den Werra-Meißner-Kreis der Neubau des Verwaltungstraktes an gleicher Stelle.

Das Berliner Architekturbüro Karl Hufnagel hat den Wettbewerb des Kreises um den Neubau gewonnen. Mit 8,2 Millionen Euro lieferte das Büro den günstigsten Vorschlag ab. Auch das Konzept der Berliner Architekten kam gut an. Zu den Baukosten kommen die Kosten für den Kauf des Schlosshotels sowie für die Möblierung.

Das Konzept sieht die Erhaltung großer Gebäudeteile vor. Das betrifft die Räume der früheren dort untergebrachten Sparkasse. Momentan ziehen die Beschäftigten des Kreises in andere Gebäude um. Die gesamte Kämmerei mit 25 Beschäftigten wird vorübergehend verlegt. Weitere 20 bis 25 Mitarbeiter anderer Abteilungen würden folgen.

Die mehr als 20 Angestellten und Beamte des Bauamtes sind bereits seit vergangenem Jahr in einem Verwaltungsgebäude im Stadtteil Oberhone untergebracht. Ende Februar werden auch alle anderen Mitarbeiter das Gebäude verlassen haben, sagte Landrat Stefan Reuß in diesen Tagen zu den Zeitplänen.

„Nach der jetzigen Planung werden wir 2019 mit dem Neubau fertig sein“, so Reuß. Für Sanierung, Modernisierung und Neubau der Kreisverwaltung stehen insgesamt 13,8 Millionen Euro zur Verfügung. Der größte Teil des Budgets fließt in den Neu- beziehungsweise Umbau des Verwaltungstraktes am Schlossplatz gegenüber dem Landgrafenschloss. Angesetzt sind 10,5 Millionen Euro inklusive der Kosten für den Kauf des Schlosshotels. Drei Millionen Euro darf die Sanierung des Landgrafenschlosses kosten, 300 000 Euro wurden für das Kreishaus in Witzenhausen bereits ausgegeben.

Die Stadt Eschwege hat ihre Pläne zur Umgestaltung des Schlossplatzes unterdessen zurückgestellt. Nach Angaben von Bürgermeister Alexander Heppe bemüht sich die Stadt um die Aufnahme in das Finanzierungsprogramm Stadtumbau II. Ende 2017 wird die Entscheidung fallen. Sollte Eschwege nicht aufgenommen werden, „suchen wir nach anderen Finanzierungsmöglichkeiten“, so Heppe. Das Vorhaben zeitgleich mit dem Bauprojekt des Kreises umzusetzen, wäre nach Ansicht Heppes wünschenswert, um nicht hintereinander zwei Baustellen zu haben.

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