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Azubis leiten die Geriatrie-Stationen in Klinikum

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Von: Eden Sophie Rimbach

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Lernen in der Praxis: Die Auszubildenden (von links) Antonia Tischer und Katja Neumann werden von der stellvertretenden Stationsleiterin Jeanette Strube untestützt.
Lernen in der Praxis: Die Auszubildenden (von links) Antonia Tischer und Katja Neumann werden von der stellvertretenden Stationsleiterin Jeanette Strube untestützt. © Florian Künemund/NH

Die Auszubildenden zur Generalistischen Pflegefachkraft haben ihre Generalprobe am Klinikum angetreten. Dafür mussten sie die Station alleine leiten.

Eschwege – Derzeit leiten die Auszubildenden zur Generalistischen Pflegefachkraft die Geriatrie-Stationen an den Standorten Witzenhausen und Eschwege am Klinikum Werra-Meißner. Begonnen hat diese Zeit am Donnerstag der vergangenen Woche. Heute ist der letzte Tag.

Für die Auszubildenden, die in wenigen Wochen ihr Examen ablegen, seien diese Tage laut Pressemitteilung zugleich die Generalprobe und ein Höhepunkt. Dabei stehen den Schülerinnen und Schülern bei diesem praxisnahen Projekt am Ende ihrer Ausbildung examinierte Pflegekräfte zur Seite, die sie beaufsichtigen. Allerdings hätten die Auszubildenden während dieser Zeit den Hut auf.

„Selbstständigkeit ist gefordert. Es ist etwas anderes, als nur mitzulaufen. Unsere Aufgaben waren unter anderem Dienstpläne und Tätigkeitslisten schreiben, Grundpflege, Vitalzeichenkontrolle, Medikamente stellen, Visiten begleiten, Angehörigengespräche führen und vieles mehr“, berichtet Antonia Tischer, die als ein de Auszubildenden an dem Projekt teilnimmt. Während dieser Generalprobe sei es nicht so gewesen, dass die bereits Examinierten gefragt werden konnten, was zu tun ist. Laut Mitteilung habe das Team aus Auszubildenden selbst entscheiden müssen.

„Für die angehenden Pflegekräfte ist die Schulstation eine sehr gute Möglichkeit, sich auf ihre zukünftige verantwortungsvolle Tätigkeit vorzubereiten. Während dieser Zeit werden die Auszubildenden von Praxisanleitern sowie Pflegekräften begleitet und die durchgeführten Arbeiten von ihnen überprüft“, berichtet Praxiskoordinatorin Elke Hoffmeister. Alle Beteiligten seien mit viel Engagement dabei. „Es waren anstrengende Tage, aber es hat allen viel Spaß gemacht“, lautet das Fazit. Das Projekt fand am Klinikum mittlerweile zum dritten Mal statt.

„Für uns ist das eine super Sache. Wir werden so noch mal genau auf die Aufgaben vorbereitet, die uns in naher Zukunft nach Abschluss der Ausbildung erwarten“, sagt Schülerin Antonia Tischer. Man müsse sich selbst überlegen, was in welcher Situation zu tun sei und könne sich nicht immer auf die Erfahrung der dienstälteren Kollegen stützen. Das sei in allen Situationen gefragt gewesen. Dazu gehören administrative Tätigkeiten wie das Umschreiben des Dienstplans bei krankheitsbedingtem Ausfall. Zum anderen betrifft es Situationen in der Versorgung von Patienten wie bei plötzlich fallendem Blutdruck.

Die Auszubildenden bewältigten damit die Früh- und Spätdienste auf den Stationen. „Und das haben sie gut gemacht“, waren sich Praxisanleiterin Manuela Stüber und die stellvertretende Stationsleitung Jeannette Strube in Eschwege einig. Einen herzlichen Dank richtet die Praxiskoordinatorin Elke Hoffmeister an den Chefarzt Dr. Uwe Streckenbach, die Stationsleitungen Andrea Bloß (Eschwege) und Fotini Schwarz (Witzenhausen), an die hauptamtlichen Praxisanleiterinnen Manuela Stüber und Ronja Schmidt, die Praxisanleiter auf Station sowie an alle anderen Beteiligten, die zum erfolgreichen Gelingen der Schulstation an beiden Standorten beigetragen haben.  Von Eden Sophie Rimbach

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