Wegen sieben Taten angeklagt

Serieneinbrüche in Eschwege: Mann steht vor Gericht

Eschwege. Geld, Laptops und andere Wertgegenstände im Wert von 27.500 Euro soll ein mutmaßlicher Serientäter bei Einbrüchen in Eschwege zwischen September 2017 und Februar 2018 gestohlen haben. 

Dazu hat die Staatsanwaltschaft am Donnerstag am ersten Prozesstag im Landgericht Kassel die Anklageschrift gegen den 44-jährigen Mann aus Ungarn wegen fünffachen Einbruchdiebstahls und zweimaligen einfachen Diebstahls verlesen.

Demnach sei der Angeklagte in der Nacht zum 5. September vergangenen Jahres in eine Eschweger Firma eingedrungen, indem er ein Türschild hochgehebelt und Schließzylinder abgedreht habe. Aus den Büroräumen klaute er den Ausführungen zufolge Bargeld in Höhe von mehr als 1000 Euro sowie mehrere Festlatten und Laptops, die 3750 Euro kosteten.

Dasselbe Geschäftsgebäude soll der ungarische Staatsbürger, der sich in Untersuchungshaft in Kassel befindet, Mitte Januar 2018 noch mal aufgesucht haben. Er brach laut Staatsanwältin zuerst das Fenster einer Arztpraxis auf, fand im Inneren aber keine Wertgegenstände. Im Anschluss sei er in die angrenzenden Firmenräume gegangen, um dort 16 Laptops und eine Festplatte zu erbeuten.

Darüber hinaus wird dem Angeklagten zur Last gelegt, im Januar und im Februar in drei Wohngebäude in Eschwege eingebrochen zu sein. Da wurden im Anschluss Laptops, Elektrogeräte, Schmuck und Geld als gestohlen gemeldet – einmal mit 10 000 Euro Wert.

Im Februar 2018 stieg der 44-Jährige nochmals in eine Firma und eine Altenpflegeschule in Eschwege ein und entwendete abermals Geld und Notebooks, wie der Anklageschrift zu entnehmen ist.

Weiter mit dem Prozess geht es heute. Ob es Mittäter gab oder manche Fälle nur Hehlerei waren, stehe noch zur Debatte, wie Richter Jürgen Stanoschek vorausblickte. „So viel Zeug kann keiner alleine wegschleppen“, sagte er.

Rubriklistenbild: © Volker Hartmann/dpa

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