Schulanfang

Sicher auf dem Weg zur Schule: Polizei und ADAC geben Tipps zum Schulstart

Sicher im Straßenverkehr unterwegs: Damit Schüler immer sicher zur Schule kommen, sollten Eltern den Schulweg mit ihnen üben.
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Sicher im Straßenverkehr unterwegs: Damit Schüler immer sicher zur Schule kommen, sollten Eltern den Schulweg mit ihnen üben.

Für Schulanfänger stellt der Schulweg am Anfang oft eine Herausforderung dar. Die Polizei und der ADAC geben Tipps für den Schulstart.

Eschwege – Der letzte Tag der Sommerferien ist erreicht und das bedeutet für die Schulkinder ab nächster Woche wieder früh aufstehen, den Ranzen packen und den Weg zur Schule antreten. Für die meisten Kinder ist Letzteres schon Routine. Doch für die Schulanfänger stellt der Schulweg am Anfang oft eine Herausforderung dar. Egal ob zu Fuß, mit dem Fahrrad, öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Auto – mit einigen Tipps können Kinder, Eltern und Verkehrsteilnehmer einen sicheren Schulweg gestalten.

Für die optimale Vorbereitung empfiehlt Guido Schilling von der Verkehrsschule der Polizei Eschwege, bei der jeweiligen Schule nachzufragen. „Bei jeder Schule gibt es ein Schulwegkonzept. Das zeigt den Eltern, welchen Weg die Kinder am besten benutzen können und weist außerdem auf Gefahren hin.“ Schließlich sei für jedes Kind der Schulweg individuell.

Der wahrscheinlich wichtigste Tipp für die Eltern ist allerdings, dass sie auch im Verkehr als Vorbild betrachtet werden und sich dementsprechend verhalten sollten, fordert der ADAC.

Zu Fuß

Zu Fuß gehen, ist gesund, das sagt auch der ADAC. Es trainiere die Motorik, erhöhe die Konzentrationsfähigkeit, und die frische Luft sorgt für einen guten Start in den Tag.

Der ADAC empfiehlt Eltern, den Schulweg der Kinder auf Gefahren zu prüfen und den Weg mit den Kindern vor Schulanfang zu üben. Das gelte auch für den Weg mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Helle Kleidung und eine Warnweste sind ebenfalls von Vorteil. Des Weiteren sollten Eltern darauf achten, dass ihre Kinder genügend Zeit für den Weg haben und der Schulranzen nicht zu schwer ist.

Schilling von der Verkehrsschule unterstützt das Laufen zur Schule ebenfalls. Sein Team möchte die Kinder bereits früh auf die Gefahren im Straßenverkehr aufmerksam machen. So machen Kindergartenkinder unter seiner Anleitung den Fußgängerführerschein. „Kinder müssen auch lernen, selbstständig zu werden. Da ist der Schulweg eine gute Sache“, betont er. Damit der Weg nicht alleine bestritten werden muss, sei es sinnvoll, Weggemeinschaften mit Mitschülern zu bilden.

Mit dem Fahrrad

„Auf keinen Fall sollten Kinder, die gerade eingeschult wurden, mit dem Fahrrad zur Schule fahren“, warnt die Verkehrsschule. Dafür seien die Kinder noch viel zu unsicher im Verkehr. Die Polizei veranstaltet in der Grundschulzeit immer Aktionstage rund um das Fahrrad und bildet die Kinder auf dem Fahrrad im Verkehr aus, sodass sie auch auf zwei Rädern sicher unterwegs sein können. Vorher sei der Weg mit dem Fahrrad zur Schule allerdings zu gefährlich.

Elterntaxi

Da viele Eltern ihre Kinder, sei es aufgrund von Ansteckungsgefahr in öffentlichen Verkehrsmitteln oder damit sie länger schlafen können, in die Schule fahren, ist das Elterntaxi weit verbreitet, aber auch gleichzeitig ein Problem. Somit herrscht nicht selten ein Auto-Chaos vor der Schule. Außerdem werde den Kindern so die Möglichkeit genommen, aktiv am Verkehr teilzunehmen und das richtige Verhalten zu lernen. So raten unter anderem das Deutsche Kinderhilfswerk und der ökologische Verkehrsclub, das Auto lieber stehen zu lassen und den Kindern den sicheren Weg zu Fuß oder mit dem Bus zu erklären.

An die Autofahrer

Die Polizei appelliert an die Autofahrer, rücksichtsvoll zu sein und das Tempo besonders im Bereich von Schulen zu reduzieren. „Oft sind Kinder nicht so sicher, wie man sich wünscht. Deswegen ist zum Schulstart besondere Rücksicht geboten“, sagt Schilling »  KOMMENTAR

Von Anna Schellhase

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