Für Rettungsboot

Sicherer Zugang: 120 Stunden Eigenleistung: Feuerwehr Schwebda hat neue Slipanlage gebaut

Jetzt auf festem Boden: Schwebdas Wehrführer Mario Siegel an der neuen Slipanlage am Ostufer des Werratalsees, die die Freiwillige Feuerwehr jetzt komplett neu in ehrenamtlicher Arbeit gebaut hat. Auf der alten Anlage drohte das Einsatzfahrzeug mehrfach abzurutschen.
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Jetzt auf festem Boden: Schwebdas Wehrführer Mario Siegel an der neuen Slipanlage am Ostufer des Werratalsees, die die Freiwillige Feuerwehr jetzt komplett neu in ehrenamtlicher Arbeit gebaut hat. Auf der alten Anlage drohte das Einsatzfahrzeug mehrfach abzurutschen.

In Schwebda gibt es nun einen sicheren Zugang für das Rettungsboot am Werratalsee, die die Freiwillilge Feuerwehr Schwebda gebaut hat.

Schwebda – Immer wieder drohte das Einsatzfahrzeug der Schwebdaer Feuerwehr samt Bootsanhänger an der alten Slipanlage am Ostufer des Werratalsees in den See zu rutschen. „Vor allem bei Nässe oder wenn feuchtes Laub auf der Anlage lag, wurde es glitschig und das schwere Fahrzeug ist mehrfach in Richtung See ins Rutschen geraten“, berichtet Schwebdas Wehrführer Mario Siegel.

Jetzt haben die Freiwilligen der Feuerwehr Schwebda 120 ehrenamtliche Arbeitsstunden investiert und die Slipanlage am Ostufer in nur drei Wochen komplett neu gebaut. Die Kosten für das Material hat die Gemeinde Meinhard übernommen. Der Untergrund ist jetzt solide befestigt und eine Natursteinböschung angelegt, folgen sollen nun noch letzte Arbeiten wie Markierungen zur korrekten Einfahrt des Rettungsgespannes. „Wir haben die Lohnstunden übernommen“, sagt Siegel. „Es war eine super Zusammenarbeit mit dem Bauhof der Gemeinde.“

Seit 2014 ist die Schwebdaer Feuerwehr wegen der Personenschifffahrt der Werranixe und dem zunehmenden Tourismus auch für die Wasserrettung am Werratalsee zuständig. Seither besitzt die Wehr auch das Rettungsboot, das seinerzeit über Spenden finanziert wurde und aus Beständen der Landesfeuerwehrschule stammte.

Zuletzt im Einsatz war die Schwebdaer Feuerwehr auf dem Werratalsee Anfang Juni dieses Jahres, als im See ein Mann auf dem Wasser in Not geraten war, für den allerdings jede Hilfe zu spät kam.

Bevor 2014/15 am Ostufer überhaupt eine Slipanlage für die Schwebdaer Wehr gebaut wurde, musste diese bei Einsätzen erst noch bis zur Marina in Eschwege fahren, wo auch die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) ihren Sitz hat. „Und das, wo gerade bei der Wasserrettung jede Minute zählt“, sagt Wehrführer Mario Siegel.

Doch auch die bisherige Slipanlage am Ostufer, die erst einige Jahre alt war, sei in der Ausführung „nicht optimal“ gewesen. Das Risiko, eines Tages das insgesamt 14 Meter lange und acht Tonnen schwere Einsatzgespann im See zu versenken, sei zwischenzeitlich zu groß geworden, so der Wehrführer.

Von Stefanie Salzmann

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