1. Startseite
  2. Lokales
  3. Witzenhausen
  4. Eschwege

Stadtverordnetenversammlung Eschwege: SPD sorgt sich um die Innenstadt

Erstellt:

Von: Tobias Stück

Kommentare

Wie sieht die Innenstadt der Zukunft aus? Für die Entwicklung steht rund zwei Millionen Euro Fördergeld zur Verfügung, das ab 2023 eingesetzt werden soll.
Wie sieht die Innenstadt der Zukunft aus? Für die Entwicklung steht rund zwei Millionen Euro Fördergeld zur Verfügung, das ab 2023 eingesetzt werden soll. © Heiko Kniese/NH

Für die Neuausrichtung der Eschweger City soll ein Runder Tisch einberufen werden. Die SPD möchte den Magistrat in der heutigen (15. Dezember) Versammlung dazu auffordern.

Eschwege – Die SPD sorgt sich um die Entwicklungen in der Innenstadt. In der nächsten Stadtverordnetenversammlung am heutigen Donnerstag (15. Dezember) ab 17:30 Uhr in der Stadthalle fordern sie den Magistrat auf, unter dem Titel „Innenstadt der Zukunft“ einen Runden Tisch unter Beteiligung aller in der Stadtverordnetenversammlung vertretenen Fraktionen einzuberufen.

In der Innenstadt seien auch vor der Pandemie bereits deutliche Veränderungen spürbar gewesen. „Insbesondere der Rückzug des klassischen Einzelhandels führte zu Leerständen und teilweise zur Verödung einzelner Etagen und ganzer Häuser“, sagt Fraktionsvorsitzender Alexander Feiertag.

Dieser Trend habe sich durch den pandemiebedingten Wandel des Einkaufsverhaltens hin zum Interneteinkauf weiter deutlich verschärft. Deswegen bedarf es aktiver Steuerung und stadtplanerische Begleitung sowie Beteiligung der Kommunalpolitik.

Umsetzung soll zwischen 2023 und 2025 erfolgen

Nach Angaben von Bürgermeister Alexander Heppe gibt es bereits verwaltungsintern eine Lenkungsgruppe für die beiden rund zwei Millionen Euro schweren Förderprogramme „Zukunft Innenstadt“ und „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“, „die regelmäßig tagt, um die beiden Förderprogramme umzusetzen.“ Diese Gruppe sei bei der Zustimmung zu den Förderprogrammen durch die Stadtverordnetenversammlung im November 2021 ebenfalls verabschiedet worden.

Zwischen 2023 und 2025, wenn die Finanzmittel fließen, soll die Umsetzung angegangen werden. „Mit dem Bundesprogramm ,Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren’ gehen wir den Transformationsprozess der Innenstadt strukturiert an“, sagt Stefanie Sønnichsen vom Fachbereich Wirtschaft und Stadtentwicklung, die die Umsetzung ab Januar angehen wird.

Zunächst wird ein Handlungskonzept „Eschwege von der Innenstadt zur Draußen-Stadt“ erarbeitet: Dieses Konzept soll alle vorhandenen Konzepte und Planungsideen, die es für die Innenstadt gibt, zusammenführen. Dadurch soll ein Masterplan in der Entwicklung der Innenstadt für die kommenden 15 Jahre entstehen.

Ein Ingenieur- oder Planungsbüro, soll den Transformationsprozess erarbeiten und gestalten. 70 Prozent der Finanzmittel des Bundesprogramms müssen für Konzepte ausgegeben werden, 30 Prozent für Investitionen in der Innenstadt.

Dialogverfahren mit Bewohnern und Eigentümern

Es bedürfe bei der Konzepterstellung und der anschließenden Umsetzung eines gut koordinierten Vorgehens. Das Konzept, das der ehemalige Wirtschaftsförderer Wolfgang Conrad noch erstellt hat, sieht vor, alle Akteure in der Innenstadt mit einzubinden. Zum Aufbau des Transformationsmanagements sollen zunächst Gespräche mit Stadtverwaltung, Gewerbetreibenden, Dienstleistungsanbietern und Gastronomen geführt werden.

Geplant ist außerdem ein Dialogverfahren mit Bewohnern und Eigentümern sowie turnusmäßige Treffen der Akteure aus den Bereichen Stadtmarketing, Stadt, Tourismus, Immobilien, Projektentwickler, Investoren, Handel, Gastronomie, Outdoor- und Kreativwirtschaft zum regelmäßigen Austausch.

Einen Runden Tisch der Politik sei bei der Vorstellung des abgesegneten Projekts nicht vorgesehen, heißt es vonseiten der Stadt. Die Fraktionen in Eschwege könne man in den Prozess miteinbeziehen und bei der Beteiligung auch berücksichtigen.

Von Tobias Stück

Auch interessant

Kommentare